14. März 2011, Japan

Explosion im Atomkraftwerk Fukushima 1: Japan fürchtet Kernschmelze und nukleare Katastrophe

Nach dem schweren Erdbeben vor der japanischen Ostküste, der Erschütterung Tokios und der Flutwelle, die in der Stadt Sendai zehn Kilometer in das Landesinnere vordrang fürchtet sich nun ganz Japan vor einer nuklearen Katastrophe: bei einem Großteil der Atomkraftwerke ist die Kühlung ausgefallen, was im schlimmsten Fall zu einer Kernschmelze und damit zum Austritt von radioaktiven Strahlungen führen könnte. Besonders dramatisch gestaltet sich die Situation derzeit im AKW Fukushima 1, wo es bereits in zwei Reaktorenblocks zu Explosionen gekommen ist.

Bei der letzten Wasserstoffexplosion wurde auch das Dach des Reaktorblocks 3 zerstört. Sechs Mitarbeiter wurden bei dem Unglück verletzt, radioaktive Strahlung soll aber keine ausgetreten sein. Fukushima 1 liegt rund 240 Kilometer nordöstlich von der Hauptstadt Tokio. Im Umkreis von 20 Kilometern um das AKW wurden bereits Wohngebiete evakuiert. Auch in den Atomkraftwerken Fukushima 2, Onagawa und Tokai. In der Hauptstadt Tokio schürte zudem ein schweres Nachbeben der Stärke 6,2 die Angst vor einer Ausweitung der Katastrophe. (RNO)

Bild:
Daniel Wehner – flickr.com



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