27. März 2011, Afrika

Lalibela: das „achte Weltwunder“ in Äthiopien

Lalibela mutet wie viele Orte in Äthiopien mystisch an. Im Schatten des zerklüfteten Hochlandes liegt die einst blühende Hauptstadt einer bedeutenden Dynastie – heute  ein kleiner, eher unscheinbarer Ort.

Einige Gehminuten entfernt jedoch verbergen sich wahre Juwelen der Kulturgeschichte: die fantastischen Felsenkirchen von Lalibela, seit 1978 Weltkulturerbe der UNESCO. Vor mehr als 800 Jahren ließ sie der Kaiser der Zagwe Dynastie Lalibela erbauen, nachdem ihm Gott, der Legende nach, befohlen haben soll, ein neues Jerusalem zu errichten. In rote Basaltlava gemeißelt sind sie Meisterwerke der Baukunst – einige von ihnen komplett in tiefen Gräben oder Höhlen verborgen. Vor allem die klare Symmetrie der Bete Gyorgis Kirche, die in Form eines griechischen Kreuzes im Schutze eines zwölf Meter tiefen Schachtes liegt, ist imposanter Beweis einer uralten Bautradition. Die in Ausmaß und Qualität atemberaubenden Konstruktionen sind durch komplizierte labyrinthartige Tunnel, verborgene Krypten und Grotten miteinander verbunden, durch die noch heute Priester, Diakone und Mönche in ihren traditionellen Gewändern wandeln. Ein wahrhaft magischer Ort und eines der großen Wunder dieser Erde!

Besonders lohnenswert ist ein Besuch während der großen Kirchenfeste, z.B. zum äthiopischen Weihnachtsfest am 7. Januar oder zu Ostern, wenn sich die orthodoxen Christen aus allen Teilen des Landes hier versammeln. (FVA Äthiopien)



» Diesen Artikel via Mail weiterempfehlen





Das könnte Sie auch interessieren:

Weitere Beiträge zum Thema: