8. April 2011, Fußball

FC St. Pauli: keine Zuschauer gegen Werder Bremen

Harte Strafe für den Fc St. Pauli: als Konsequenz aus dem abgebrochenen Spiel gegen Schalke 04 in der letzten Woche muß die Bundesligamannschaft ihr nächsten Heimspiel gegen Werder Bremen vor leeren Zuschauerrängen austragen. In der Geschichte der Ersten Fußball-Bundesliga gab es ein solches „Geisterspiel“ noch nie.

Beim letzten Heimspiel gegen Schalke 04 war der Schiedsrichter-Assistent Thorsten Schiffner kurz vor Ende der Begegnung von einem vollen Bierbecher, der von einem Zuschauer von der Hauptribüne des Stadions geworfen worden war, getroffen worden. Schiedsrichter Deniz Aytekin brach daraufhin das Spiel ab.

Der DFB-Kontrollausschuss entschied nun, dass das nächste Heimspiel des FC St. Pauli unter Ausschluß der Öffentlichkeit stattfinden muß. Die St. Pauli-Verantwortlichen hatten bis zuletzt noch auf eine Geldstrafe gehofft. Die letzte Möglichkeit, ein Geisterspiel doch noch abzuwenden ist nun, gegen die Entscheidung Einspruch einzulegen und auf eine mildere Strafe zu plädieren. Neben dem Imagesschaden kommt auch noch ein hoher finanzieller Verlust auf den Verein zu. Das Spiel gegen Werder Bremen war ausverkauft. Die zu erwartenden Einnahmen dürften bei etwa 750.000 Euro liegen. (RNO)



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