12. April 2011, Möhnesee

Pfingstfestival: die Drüggelter Kunst-Stückchen am Möhnesee

Hochkarätige Klassik-, Jazz- und Weltmusikkonzerte prägen Westfalens kleinstes, aber feines Festival zu Pfingsten, 11. bis 13. Juni, am Möhnesee. Die Drüggelter Kunst-Stückchen überzeugen außerdem mit einem fantasievollen Kinderprogramm sowie – und nicht zuletzt – durch bildende Kunst.

Skulpturen unter hundertjährigen Kastanienbäumen, Malerei in der rustikalen Konzertscheune und faszinierende Licht-Experimente in der historischen Kapelle – das sind ungewöhnliche Exponate in ausgefallener Szenerie. Eine Auswahl seiner großformatigen Gemälde präsentiert Patrice Jacopit unter dem
Titel „Zufluchtsorte“ in der Scheune. Geboren im französischen Tours an der Loire, studierte der Künstler an der Académie des Beaux Arts Grafik, Zeichnung und Malerei. Seit 1977 lebt und arbeitet Patrice Jacopit in Hamm.

In der Szene ist er längst kein unbeschriebenes Blatt mehr: Zahlreiche Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen in Galerien und Museen im In- und Ausland machten seine Werke bekannt. Einige der beeindruckenden Gemälde, oft dominiert von der favorisierten Farbe Blau, haben unter anderem den Düsseldorfer Landtag geschmückt.

Geoskulpturen der Werler Bildhauerin Dorothee Weber erregen die Aufmerksamkeit der Besucher auf der grünen Festival-Wiese. Das Miteinander von Mensch und Natur und geologische Wunder wie die durch Erosion des Wassers oder der Luft entstandenen kunstvoll fließenden Formen haben die Künstlerin seit jeher fasziniert und sind Inspirationsquelle ihrer Arbeit. Dorothee Weber lebt in Büderich, einem stark durch Grünsandstein geprägten dörflichen Stadtteil von Werl, in der Soester Börde.

Dort findet sie Material für ihre Aufsehen erregenden Skulpturen. Sie gibt auch Kurse zum Thema „Formen in Sandstein“. Die von Rätseln umwitterte Drüggelter Kapelle, ein im zwölften Jahrhundert von Kreuzrittern errichtetes Bauwerk, eignet sich perfekt für geheimnisvoll anmutende Lichtinstallationen. Einer, der Illumination zur Kunst erhoben hat, ist Wolfgang Flammersfeld. Mit seiner F & H Event Company hat er zum Beispiel die Hochöfen auf Phönix West in Dortmund in bengalisches Licht getaucht und im Westfalenpark „Winterleuchten“ inszeniert. Im Rundbau der Kapelle wird er subtil vorgehen und die Säulen und Kapitelle zauberhaft in Lichtdesign hüllen. Info: www.drueggelter-kunst-stueckchen.de. (Touristik GmbH Möhnesee)



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