Schneeferner Gletscher an der Zugspitze wird wieder abgedeckt

Auch dieses Jahr rücken die Planen-Ausleger der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG wieder an, um den Schneeferner am Zugspitzplatt abzudecken und den Gletscher damit in den Sommerschlaf zu schicken. Voraussichtlich am 10. Mai wird ein Teil des Eismassives auf Deutschlands höchstem Berg wieder eingepackt und so gegen Sonneneinstrahlung, Regen und Temperaturen in der warmen Jahreszeit geschützt.

„Wir freuen uns, dass unsere Maßnahmen der letzten Jahre gefruchtet haben und wir durch das Abdecken auch kleinerer Flächen sowie durch die Schubarbeiten erreichen konnten, dass der Gletscher in geringerem Umfang zurückgeht“, sagt Martin Hurm, Betriebsleiter der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG (BZB). Somit wird auch am Ende dieser Wintersaison ein Teil des Schneeferners auf der Zugspitze wieder gut behütet in den Sommerschlaf geschickt.

Abgedeckt werden dieses Jahr 500 bis 1000 Quadratmeter Gletscherfläche. Bedingt durch die Wetterlage, vor allem im ersten Quartal 2011, fielen rund 200 Liter Niederschlag weniger, als in den letzten Jahren. Das entspricht einer Neuschneemenge von über zwei Meter, die in diesem Jahr fehlt. Schuld daran war unter anderem eine ungünstige Westströmung. Der vorhandene Schnee wurde seit Januar vom BZB-Team aufgeschoben, um die weiße Pracht als natürliches Schutzschild in Position zu bringen und über der Gletscherfläche zu verteilen.

An Stellen, an denen es sinnvoll und technisch machbar ist, kommen zu dieser Abdeckung durch Schnee noch zusätzlich mehrere fünf Meter breite und 30 Meter lange LKW-Planen. Einige Tage sind die Arbeiter damit beschäftigt, den Schutz über den Gletscherabschnitt mit den 130 Kilogramm schweren Planen auszulegen, durch Ösen miteinander zu verknüpfen und mit Holzbalken zu beschweren. „Die Abdeckung isoliert und leitet das Regenwasser sowie die Sonneneinstrahlung ab. Dadurch bleibt der Schnee auf dem Gletscher liegen und schützt das darunter liegende Eis“, so Martin Hurm. (Bayerische Zugspitzbahn)



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