16. August 2011, Dertour, Kanada

Interview: Tipps für den Skiurlaub in Kanada

Kanadas Skigebiete gehören für viele Skisportler zu den besten der Welt. Doch sind diese nur für Profis wirklich interessant und lohnt sich die weite Anreise aus Europa? Wir haben nachgefragt bei Simone Laux, Produkt Managerin USA und Kanada beim Reiseveranstalter Dertour, dem Marktführer für Reisen nach Nordamerika.

Was macht das Skifahren in Kanada so reizvoll?
Laux: Die besondere Qualität des Schnees ist einer der Hauptgründe für einen Skiurlaub in Kanada. Je weiter man von der Pazifikküste in Richtung Osten fährt, desto trockener wird der Schnee. Schon im Okanagan-Tal ist er um ein Vielfaches leichter als in Europa. Pulverschnee vom Feinsten lässt hier jedes Skifahrerherz höher schlagen. Und die Schneesicherheit in Kanada ist auch ein guter Grund für einen Winterurlaub in den Rockies. Außerdem ist der Service einfach hervorragend, freundliche Mitarbeiter überall, die z.B. heißen Tee verteilen.

Ist Skifahren in Kanada nur für Ski-Profis interessant?
Laux: Nein, es gibt Skischulen und Übungspisten mit separaten Liften für Anfänger ebenso wie „Double Black Diamond“-Pisten für den absoluten Skiprofi. Grundsätzlich ist mittleres Fahrkönnen angemessen, um möglichst viele Pisten ausprobieren zu können. In unserem Katalog sind die Skigebiete und ihre Anforderungen an das Fahrkönnen ausführlich beschrieben. Von fast jedem Lift gibt es auch immer leichte und schwere Varianten ins Tal, so dass Freunde mit unterschiedlichem Fahrkönnen prima zusammen Skifahren können.

Was können Sie zu den Pisten sagen?
Laux: Das Pistenangebot ist riesig. Das hat neben der Vielseitigkeit noch einen großen Vorteil: Die Abfahrten sind nie überfüllt. Oftmals hat man das Gefühl, die Piste ganz für sich allein zu haben. Generell gilt in Kanada, dass man alles befahren kann und auch sollte, was innerhalb der Grenzen des Skigebietes liegt, frei nach dem Motto „All you can see you can ski“. Auf jeden Fall sollte man mal im meterhohen Pulverschnee wedeln oder sich im „Treeskiing“ versuchen. Und: Kanadas Skigebiete wurden geplant. Darum sind Infrastruktur und Gelände perfekt aufeinander abgestimmt.

Wie ist die Situation an den Liften?
Laux: Entspannt! An den Liften wird grundsätzlich nicht gedrängelt und es gibt Einweiser, die für einen reibungslosen Ablauf nach dem Reißverschlussprinzip sorgen. Für Europäer eine völlig neue positive Erfahrung. Das Personal ist immer freundlich und hilfsbereit. Wartenzeiten am Lift gibt es höchstens mal am Wochenende.

Wie sieht es mit der Lawinengefahr aus?
Laux: Innerhalb der Skigebietsgrenzen ist das komplette Terrain lawinengesichert und wird patroulliert.

Wie finde ich die richtigen Abfahrten für mich?
Laux: In allen Skigebieten gibt es Mitarbeiter, die Tipps für die besten Abfahrten geben und Pistenpläne, sogenannte „Trailmaps“, verteilen. Auch kostenlose Skigebiets-Touren zum Kennenlernen werden angeboten. Einfach zum Treffpunkt kommen und mitfahren. Vor der Buchung der eigenen Reise hilft ein Blick in die ausführlichen Seiten unseres Kataloges Dertour „Ski Kanada USA“ und ein Gang ins Reisebüro – die Kollegen dort helfen gern.

Was gibt es sonst noch zu sagen?
Laux: Viele Skigebiete in Kanada liegen in oder zumindest in der Nähe der Nationalparks wie Banff, Lake Louise und Jasper. Es lohnt sich, die vor Ort angebotenen Aktivitäten neben der Piste zu beachten. Schneeschuhwanderungen durch die unberührte Natur oder eine Fahrt mit den Hundeschlitten sind eine wunderbare Ergänzung zu den rasanten Abfahrten.

Frau Laux, vielen Dank für das Gespräch.
(DER/RNO)



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