16. September 2011, Curacao

Jüdische Feiertage auf Curaçao

Die Historie der jüdischen Gemeinde auf Curaçao reicht bis ins Jahr 1659 zurück, als siebzig sephardische Juden aus Portugal die Insel erreichten. Diese ersten permanenten jüdischen Bewohner legten den Grundstein für eine der ältesten jüdischen Gemeinden der Neuen Welt. Im September und Oktober feiern die Gläubigen zwei der höchsten Feiertage: Am 28. und 29. September begehen sie Rosh Hashanah, das Neujahrsfest, zu dem man auf Hebräisch “Schana Tova U’Metuka” – ein gutes und süßes Jahr – wünscht.

Unterstrichen wird dieser Wunsch durch den traditionellen Verzehr von Honigspeisen, Weintrauben und süßem Wein. Rosh Hashanah markiert den Beginn einer Bußeperiode, die von Fasten, Beten und innerer Einkehr geprägt ist. Sie findet ihren Höhepunkt im höchsten Feiertag des Judentums, dem Versöhnungstag Jom Kippur, der am 18. Oktober auf Curaçao gefeiert wird. Jom Kippur steht für die Befreiung der Menschen von ihren Sünden, und wer Curaçaos altehrwürdige Mikvé Israel-Emanuel Synagoge besucht, trifft auf Betende in weißer Kleidung – ein Symbol der Reinheit und Entsühnung. Alle jüdischen Geschäfte und Banken sind während der Feiertage natürlich geschlossen. (FVA Curaçao)



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