24. Oktober 2011, Quito

Bahnhof Chimbacalle ist bedeutendster Ort in Quito

Der Bahnhof Chimbacalle in Quito steht auf Platz 1 der „Sieben Wunder von Quito“. Das haben fast 14.000 Einwohner aus ganz Ecuador entschieden, die von April bis Juli 2011 ihre Stimmen abgaben und aus 36 verschiedenen Sehenswürdigkeiten in Quito ihre sieben Favoriten wählten.

Der Wettbewerb fand im Rahmen der Rolle Quitos als Kulturhauptstadt Amerikas 2011 statt. Die sieben Gewinner werden vom International Bureau of Cultural Capitals über die Webseite www.cac-acc.org besonders gefördert. Die weiteren Gewinner vom zweiten bis zum siebten Platz sind die imposante Kirche La Compañía, der Platz San Francisco (einschließlich der Kathedrale und des Klosters), die Kirchengemeinde El Quinche, die Basilika Voto Nacional, der Platz der Unabhängigkeit und die Jungfrau-Statue auf dem Stadthügel El Panecillo.

Die Ecuadorianer, hauptsächlich Quiteños, wählten die Bahnstation Chimbacalle als bedeutendsten Ort in Quito aus. Der erste ecuadorianische Zug, konstruiert vom General Eloy Alfaro, erreichte Quito am 25. Juni 1908 und erfüllte den langersehnten Traum, die bedeutsame Hafenstadt Guayaquil am Pazifik mit der Hauptstadt in den Anden zu verbinden. Nachdem die meisten Abschnitte des ecuadorianischen Streckennetzes jahrelang still lagen, erstrahlt der Bahnhof heute als einer der wichtigsten touristischen Anziehungspunkte von Quito wieder in vollem Glanz und mit voller Funktion. Von hier starten seit 2011 vier verschiedene touristische Routen ins Landesinnere: Die Strecke „Machachi Festivo“ (Quito–Machachi), der „Camino a El Boliche“ (Quito–El Boliche), der „Páramo Infinito“ (Machachi–El Boliche) und die Straße der Vulkane (Quito–Latacunga). Damit ist der Bahnhof ein wichtiger Startpunkt für Touristen, die von Quito aus das kleine, aber vielfältige Andenland per Zug entdecken möchten.

Die Station wurde komplett restauriert, ohne die Originalarchitektur zu verändern. Der Kolonialstil ist vollkommen erhalten und zeigt sich in den großen Fenstern, den massiven Balken und den hölzernen Türen mit ihren dekorierten Hochreliefs. Im Haupteingang ist die farbige Keramikkunst der Epoche erhalten. (TV Quito)



» Diesen Artikel via Mail weiterempfehlen





Das könnte Sie auch interessieren:

Weitere Beiträge zum Thema: