16. November 2011, Coburg

„Prinz Albert“ – Neuer Kostüm-Gästeführer in Coburg

Der junge „Prinz Albert“ verstärkt nun die Riege der Coburger Gästeführer. Am Samstag, den 19. und Sa. 26. November 2011 nimmt er seinen Rundgang durch Coburg wieder auf. Beginn der Kostümführungen ist jeweils um 15.00 Uhr am Marktplatz vor der Hofapotheke. Karten gibt es bei „Prinz Albert“ direkt. Sie kosten sieben Euro pro Person, ermäßigt fünf Euro, Kinder bis zum Alter von zwölf Jahren haben freien Zutritt.

Hinter der Maske von „Prinz Albert“ verbirgt sich Johannes Übler, der mit der neu konzipierten Führung gleich zwei seiner Leidenschaften verbindet. Der angehende Abiturient des Beruflichen Gymnasiums in Sonneberg interessiert sich sehr für Geschichte, und er spielt gerne Theater. So wird sich wohl mancher Gast an das Gesicht von Übler als Statist auf der Bühne des Coburger Landestheaters erinnern.

Johannes Übler spricht auch lieber von einer Schauspielführung. Er schlüpft voll und ganz in die Rolle des jungen Prinzen Albert und erzählt in den rund 45 Minuten zwischen Marktplatz und Albertsplatz frisch von der Leber weg. Da gibt es viele Geschichten und Anekdoten, mit denen sich Übler vertraut gemacht hat: Streiche mit seinem Bruder, dem späteren Herzog Ernst II. So erfährt der Gast z. B. auch, dass es im Jahr 1827 nach einem Besuch einer Theatervorstellung für die jungen Prinzen Albert und Ernst zu spät geworden ist, um nach Hause in das Schloss Rosenau zu kommen. Dort lebten Herzogs in den Sommermonaten. Kurzerhand wollten Albert und Ernst im Stadtschloss Ehrenburg übernachten. Dummerweise war ein Brand die Folge. Der Ofen war unsachgemäß eingeschürt worden.

Die Führung von Johannes Übler stellt vor allem die jungen Jahre des späteren Prinzgemahls von Großbritannien und Irland in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen. Prinz Albert erzählt von seinem Studium an der Universität Bonn und auch von seiner ersten Begegnung mit seiner Base und späteren Gemahlin der britischen Königin Viktoria.

Das sei ja eine der großen Liebesheiraten im europäischen Hochadel des 19. Jahrhunderts gewesen. Immerhin war ja die Queen später durch den Tod Alberts so betroffen, dass sie bis zu ihrem eigenen Lebensende ihre Witwenkleidung nie mehr abgelegt hatte. Ein wenig hatte freilich jedoch beider Onkel Leopold, König von Belgien, im Hintergrund der großen Liebe nachgeholfen. Alberts Liebe sei wohl nicht gleich bei der ersten Begegnung voll entflammt, weiß Johannes Übler alias Prinz Albert zu berichten. Aber darüber werden die Gäste der Schauspielführung aus dem Munde von Prinz Albert mehr erfahren.

Wie weiland den Dichter und Orientalisten Friedrich Rückert hat es Johann Übler von seiner Geburtsstadt Schweinfurt ins Coburger Land verschlagen. Seit 16 Jahren ist der 1992 geborene angehende Abiturient im Coburger Land ansässig. Er hat sich intensiv mit der Geschichte Coburgs und des Coburger Landes auseinandergesetzt. Johannes Übler kennt „Prinz Albert“ im wörtlichen Sinn von der Wiege an. Er ist auch Gästeführer im Schloss Rosenau. Dort ist Prinz Albert 1819 auf die Welt gekommen, und eben die Kinderwiege Alberts ist im Schloss Rosenau ausgestellt. (Tourismus Coburg)



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