28. Januar 2012, Biosphäre Potsdam

Subtropia: Klimawandel-Ausstellung in der Biosphäre Potsdam

Das Thema Klimawandel ist derzeit in aller Munde. Viele Wissenschaftler warnen vor der stetig ansteigenden Erwärmung der Temperaturen auf unserem Globus und deren Folgen. Aber warum ist das so? Was führt zu dieser Erderwärmung, welche Auswirkungen wird das haben und was kann man dagegen tun? Diese Fragen behandelt die neue Attraktion „Subtropia – eine Ausstellung zum Klimawandel“ in der Biosphäre Potsdam. Zusammen mit Kindern aus den Klassenstu­fen 6 bis 9 hat das „Museum im Koffer“ e.V. / Kinder- und Jugendmuseum Nürnberg eine Mitmach­ausstellung entwickelt. Hier wird den Besuchern anhand vieler interaktiver Stationen das Thema Klimawandel wortwörtlich begreifbar gemacht. Aber nicht nur für Schüler, auch für kleinere Kinder und Erwachsene ist diese Ausstellung höchst interessant und zeigt, dass das ernste Thema Klimawandel auch mit Spaß und jeder Menge interessanter Beispiele erfahrbar gemacht werden kann.

Auch das Alfred-Wegener-Insitut für Polar- und Meeresforschung (AWI) beteiligt sich mit einem Modell des Forschungsschiffes „Polarstern“ und Informationen zur Klimaforschung an der Ausstellung. Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) wird darüber hinaus Informationstafeln zur Klimaforschung in der brandenburgischen Landeshauptstadt zeigen. „Wir freuen uns, dass bei dieser Ausstellung namhafte und wichtige Partner aus Potsdam mit dabei sind“, sagte Biosphäre-Geschäftsführer Eckhard Schaaf bei der Eröffnung. Dabei bezieht sich Schaaf neben dem AWI und dem PIK auch auf die Climate Media Factory aus Potsdam, dem ViP Verkehrsbetrieb in Potsdam und das NH Hotel.

„Uns geht es nicht nur darum, eine Ausstellung zum Klimawandel und seinen möglichen Folgen zu präsentieren“, sagte Biosphäre-Geschäftsführer Eckhard Schaaf bei der Eröffnung von „Subtropia“. „Wir zeigen auch, dass man so eine Ausstellung CO2-freundlich vorbereiten und durchführen kann.“ Und dabei engagiert sich das ganze Team der Potsdamer Tropenwelt: Während der Ausstellungszeit wollen die Biosphäre-Mitarbeiter möglichst viele Wege von und zur Arbeit mit den Fahrrad bewältigen. Ziel der rund 30-köpfigen Mannschaft ist, bis zum 21. Mai mindestens 2012 Kilometer Arbeitsweg mit dem Fahrrad zurückzulegen. Jeden Tag werden die gefahrenen Kilometer gezählt und das Ergebnis im Eingangsbereich der Biosphäre dokumentiert.

Die CO2-Emissionen des Ausstellungstransports werden kompensiert durch Zahlungen eines über die Internet-Plattform www.atmosfair.de ermittelten Betrages, der in Klimaschutz­projekte fließt. Auch der Druck der Flyer und Plakatefür die Ausstellung erfolgte CO2-neutral. Das gleiche gilt für den Transport der Waren im Biosphäre-Shop. Im Haus wird zudem Ökostrom und – wo es möglich ist – Regenwasser genutzt.

Ein weiteres Klima-Plus von „Subtropia“: Besucher aus Berlin und Potsdam brauchen nicht mit dem Auto zur Biosphäre fahren. Die Biosphäre kooperiert bei dieser Ausstellung mit der ViP. Gemeinsam bieten sie ein Kombi-Ticket an, das Eintritt und Fahrkarte (Berlin-ABC-Ticket) enthält. Das Kombi-Ticket kann man zuvor im Internet kaufen und zu Hause am Drucker ausdrucken.

„Auch in unserem Restaurant Luncheon haben wir eine Menge geändert: Das Speisenange­bot wird zur Zeit klimafreundlich umgestellt. Wir werden zum allergrößten Teil nur noch regionale und saisonale Produkte in unserer Küche verarbeiten und auch den Bioprodukt-Anteil stetig erhöhen“, so Schaaf.

Die Ausstellung „Subtropia“ wird zum größten Teil im Foyer der Biosphäre gezeigt. Weitere Informationen zum Thema Klimawandel sind auch im großen Tropengarten zu finden. Hier gibt das Biosphäre-Maskottchen, Josch der Frosch, den Besuchern auf Informationstafeln nützliche Tipps, wie man seinen Alltag CO2-freundlicher gestalten kann.

Während der Winter- und Osterferien wird die Ausstellung durch ein kleines Experimentier-Programm ergänzt. Hier kann man die Auswirkungen der Eisberg- und Gletscherschmelze auf die globale Meeresspiegelhöhe erforschen.

„Subtropia – eine Ausstellung zum Klimawandel“ wird bei der Präsentation in Potsdam unterstützt von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, dem Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, dem Potsdam Institut für Klimafolgenforschung, der Climate Media Factory, dem ViP Verkehrsbetrieb in Potsdam und den NH Hotels.(Biosphäre Potsdam)



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