29. Januar 2012, Ungarn

Ausflug in die Ajka Kristallglas-Manufaktur

Kelche, Karaffen, Gläser, Schalen und Tierfiguren – all das erschaffen die Glasbläser der Ajka Kristallglas-Manufaktur im gleichnamigen Ort in Westungarn in mühevoller Handarbeit. Mit langen Stangen werden die rot-grünen Gebilde im 1.200 Grad heißen Feuer erhitzt und auf einer Werkbank wie Gummi auseinander gezogen. Im Anschluss blasen die Glasmacher das glühende Gebilde in die gewünschte Holzform, um es dann mit der Hand zu schleifen. Nach der Qualitätskontrolle ätzt ein Designer schließlich das Muster in die Oberfläche. So wird jedes Teil zu einem Unikat, das die Signatur des jeweiligen Künstlers widerspiegelt.

Die Ajka Kristallglas-Manufaktur kann auf eine 200 Jahre alte Tradition zurückblicken. Nur wenig hat sich in der Herstellung geändert, seit Bernard Neumann die Fabrik 1878 in Ajka nahe der Eisenbahnlinie Budapest-Szombathely aufbaute, wo sie auch heute noch steht.

Heute gibt es in der Fabrik 300 Beschäftigte. Seit 1991 wird in einem Studio auch Porzellan von Hand bemalt. 90 Prozent der Produktion wird exportiert – hauptsächlich in die USA und nach Westeuropa. Besucher, die das passende Souvenir direkt mit nach Hause nehmen möchten, werden im Geschenke-Shop der Manufaktur fündig. In langen Reihen stehen funkelnde Kristallgefäße, die in rund 20 Farben erhältlich sind. Wie Brillanten reflektieren sie das Sonnenlicht, in ständig wechselnden Schattierungen und Nuancen (www.ajka-crystal.hu). (Ungarisches Tourismusamt)



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