31. Januar 2012, Flughafen München

Flughafen München: Zertifizierung für CO2–Reduzierungsmaßnahmen

Das Airport Council International Europe (ACI), der Dachverband der europäischen Flughäfen, hat heute die aktuellen Ergebnisse der Klimaschutz-Initiative „Airport-Carbon-Accreditation“ veröffentlicht. Der Flughafen München war als erster deutscher Airport im Rahmen der Initiative bereits im vergangenen Jahr mit der Bewertungsstufe „Level 3“, der zweithöchsten von vier möglichen Bewertungen, zertifiziert worden. Dieses Zertifikat wurde jetzt aufgrund der erfolgreichen Fortsetzung der CO2–Reduzierungsmaßnahmen am Münchner Flughafen erneuert. Es wird an Flughäfen verliehen, die durch effektive und nachhaltig wirksame Schritte zur Verminderung der CO2–Emissionen beitragen und andere Partner am Flughafen – insbesondere die Luftverkehrsgesellschaften – in diese Bemühungen einbinden.

Die insgesamt 56 Flughäfen, die sich im Rahmen dieser Initiative zu einem freiwilligen Programm zur Reduzierung ihrer CO2–Emissionen verpflichtet haben, bestreiten zusammen 52 Prozent des Passagierverkehrs in Europa. Die in der Initiative engagierten Flughäfen erreichen mittlerweile zusammen eine Reduzierung der CO2–Emissionen von insgesamt 730.000 Tonnen pro Jahr.

Dank der effizienten Maßnahmen, die die Flughafen München GmbH (FMG) im eigenen Zuständigkeitsbereich wie auch in der Zusammenarbeit mit anderen am Flughafen engagierten Unternehmen entwickelt hat, konnte im Zusammenhang mit der Zertifizierung eine umfassende und valide CO2-Bilanz vorgelegt werden. Dabei erstreckt sich das Spektrum der Maßnahmen, die zur CO2–Einsparung am Münchner Airport entwickelt wurden, über sämtliche Betriebsbereiche. So gelten für alle Bauvorhaben der FMG die Grundsätze des nachhaltiges Bauens, nach denen durch den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien sichergestellt werden soll, dass bei allen Neubauten eine Reduktion der CO2-Emissionen um rund 40 Prozent gegenüber dem Altbestand erreicht wird. Im Betrieb auf den Vorfeldern werden CO2–Emissionen unter anderem durch den Einsatz von Fahrzeugen mit Biotreibstoffen und eine durch den Flugplanrechner gesteuerte punktuelle Beleuchtung der für die Bodenabfertigung relevanten Bereiche reduziert. Eine erhebliche Steigerung der Energieeffizienz konnte auch im IT-Bereich erzielt werden, indem zum Beispiel die warmen und kalten Bereiche in den Rechen-zentren durch Wände und Abdeckungen voneinander getrennt wurden.

Die Flughafen München GmbH trägt dem Klimaschutz auch in ihren strategischen Unternehmenszielen Rechnung. So soll das weitere Wachstum am Münchner Airport bis zum Jahr 2020 bezogen auf das Basisjahr 2005 CO2-neutral gestaltet werden. In diesem Zusammenhang gilt das Etappenziel, die CO2–Emissionen des Flughafens bis Ende 2014 um 44.000 Tonnen gegenüber dem Jahr 2005 zu reduzieren. (Flughafen München)



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