23. Februar 2012, St. Gallen

Fünf Sonderausstellungen im Gallus-Jahr

Fünf Sonderausstellungen bedeutender St.Galler Museen und Kunstinstallationen im Steinachtal beleuchten die Figur des Namenspatrons Gallus im Jubiläums-Halbjahr auf ganz unterschiedliche Weise. Mit dem Kombiticket können Jubiläumsbesucher vom 20. April bis 16. Oktober 2012 zwei Tage lang für 25 Franken (ca. 20 Euro) die Sonderausstellungen und die Mülenenschlucht besuchen.

Stiftsbibliothek St.Gallen, 27. November 2011 bis 11. November 2012: Der heilige Gallus 612/2012: Leben – Legende – Kult“
Texte aus Gallus’ Lebzeiten, irische Handschriften mit uralten Fassungen der Gallusvita, Kultgegenstände und Münzen lassen das Leben, aber auch das Umfeld und Nachwirken des Heiligen lebendig werden. Anlässlich des Jubiläums werden neben eigenen Exponaten auch kostbare Leihgaben aus dem In- und Ausland gezeigt: darunter das berühmte irische Antiphonar von Bangor, dass bis Juli zu sehen ist. Gallusbildnisse im Lapidarium und ein barocker Gemäldezyklus zum Leben des Gallus sind in der sonst nicht zugänglichen Galluskapelle zu bewundern. www.stiftsbibliothek.ch

Textilmuseum St.Gallen, 9. März bis 30. Dezember 2012: „Herrlichkeiten – Textile Kirchenschätze aus St.Gallen“
Verkaufskataloge für Priestergewänder, liturgische Stoffmuster, die auf Fernwirkung konzipiert wurden und geschichtliche Entwicklungen in der Kirchenmode sind Themen der Sonderausstellung. Die textilen Prunkstücke stammen größtenteils aus dem Besitz eines bedeutenden St.Galler Textilfabrikanten. Sie zeugen von der Könnerschaft der St.Galler Paramentensticker und dienten zur Zeit der Textilblüte im 19. Jahrhundert als Vorlage für die Designer. www.textilmuseum.ch

Historisches und Völkerkundemuseum St.Gallen, 20. April bis 21. Oktober 2012: „Gallus – Kult, Kitsch, Karikatur“
Gallus wird bis heute gern mit Ernstem und Feierlichem verbunden. Er blickt schliesslich auf eine jahrhundertelange Karriere als Heiliger, Klosterpatron und Landesvater zurück. Die Ausstellung im Historischen und Völkerkundemuseum sucht den Gallus im Alltag, vom Mittelalter bis in die Gegenwart, von Standortmarketing bis Populärkultur. Hier gibt es viele ungehobene Schätze: Wirtshausschilder, Maskottchen, Karikaturen. Die Liste ist lang und voller Überraschungen. www.hmsg.ch

Naturmuseum St. Gallen, 20. April bis 30. Dezember 2012: „AD 612 – ein Bärenleben zu Gallus Zeiten und heute“
Zur Zeit des Gallus’ war der Braunbär in den dichten Wäldern Mitteleuropas noch weit verbreitet. Der letzte St.Galler Bär wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts erlegt. Seiner Lebensweise früher und heute sowie seiner kulturhistorischen Bedeutung widmet sich dieSonderschau. www.naturmuseumsg.ch

Wanderausstellung der Künstlergruppe „ohm41“, 3. bis 31. August 2012: „Gallus – Ein Star und seine Reliquien“
Dinge, teils nützlich, teils unnütz, nehmen plötzlich Bedeutung an. Was bleibt etwa vom Leben des Gallus’ in erhaltenen Stoffresten zurück? Wieso wird ein Schweißband beachtenswert, nur weil es Roger Federer getragen hat? „ohm41“ will in ihrer Art einmalige Reliquien allen zugänglich machen. www.ohm41.ch

Kunst in der Mülenenschlucht, ab 20. April 2012
Drei international renommierte Künstlerinnen und Künstler wirken in den landschaftlichen Gegebenheiten der Mülenenschlucht, wo Gallus einst in die Dornen gefallen sein soll und den Beschluss fasste, zu bleiben. Maria Eichhorn, Bethan Huws und Norbert Möslang reagieren mit ihren Arbeiten auf die Figur des Gallus, den einmaligen, mystischen Kraft- und Ursprungsort von Kloster und Stadt.

Information: www.gallusjubilaeum.ch. (St.Gallen-Bodensee Tourismus)



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