25. Februar 2012, Ungarn

Országos Kéktúra: unterwegs auf Europas ältesten Fernwanderung

Ungarn ist als Bade-, Kur- und Kulturziel beliebt. Weniger bekannt sind die Wanderregionen des Landes. Insgesamt spannt sich ein weites Netz aus 11.000 Kilometern gut markierter Wanderwege durch Ungarns Städte und unberührte Landschaften. Mehr als 1.000 Gebiete im relativ kleinen Land an der Donau stehen unter Naturschutz, darunter allein neun Nationalparks.

Als blaues Band zieht sich beispielsweise der älteste Fernwanderweg Europas, Országos Kéktúra, durch den Norden des Landes. Der 1.128 Kilometer lange Weg wurde 1952 eröffnet und führt durch ganz unterschiedliche Landschaften: Vom österreichisch-ungarischen Naturpark Geschriebenstein-Irottkö am Rande der Alpen verläuft er durch das kleine ungarische Tiefland vorbei an idyllischen Bauerndörfern bis zum Balaton, dem größten Binnensee Europas. Von dort streift der Weg die Hauptstadt Budapest, um später durch waldreiches Hügelland zum Mátra-Gebirge zu führen. Nach der Ersteigung des höchsten Berges Ungarns – dem 1.018 Meter hohen Kékestető – fällt der Országos Kéktúra ab in die ungarische Puszta. Auf gut markierten Feldwegen durchstreifen Wanderer die Steppe und beobachten Tiere in freier Wildbahn. Vom blauen Hauptweg aus führen rot, grün und gelb markierte Wege durch das Gelände und laden zu kürzeren Touren abseits der Hauptstrecke ein.

Generell sind drei ungarische Regionen für Wanderer besonders geeignet: die Puszta, die Balaton-Region und der Norden Ungarns. In allen Regionen sorgen deutlich markierte Wege mit farbigen Wanderzeichen für eine einfache Orientierung.

In der Puszta lädt die weite, baumlose Steppenlandschaft zum Wandern ein. Auf Feldwegen durchqueren Urlauber und Einheimische das Gebiet, das von Weidetieren und ganzen Vogelschwärmen bevölkert ist.

Bergsteiger kommen im Norden des Landes voll auf ihre Kosten. Hier ist die Landschaft gebirgiger und Felsen warten auf Kletterfans. Besonders spannend sind die zahlreichen Tropfsteinhöhlen, die größtenteils öffentlich zugänglich sind.

Nördlich des Balatons bieten die Mittelgebirgszüge im Nationalpark Balaton Oberland und im Hoch-Bakony ebenfalls schöne Wandermöglichkeiten. Als Naherholungsgebiet der Hauptstädter sind die Mittelgebirge im Donauknie seit jeher populär. Geschichtsträchtige Touren erleben Urlauber beispielsweise auf dem Weg zur Hochburg von Visegrád oder über den Bergrücken von Nagymaros nach Zebegény. (Ungarisches Tourismusamt)



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