Reiserecht: BGH verschiebt Entscheidung über Flugverspätungen

Der Bundesgerichtshof hat am heutigen Dienstag die Frage diskutiert, ob Fluggäste von ihrer Airline Entschädigung verlangen dürfen, wenn sie aufgrund von Verspätungen ihren Anschlussflug versäumen. Eine Klärung der Angelegenheit haben die Karlsruher Richter allerdings verschoben: Erst wollen sie eine Grundsatzentscheidung des Europäischen Gerichtshofes in Luxemburg abwarten. Dort soll ab nächstem Dienstag die eigene Rechtsprechung von 2009 neu geprüft werden, nach welcher Flugverspätungen ab drei Stunden Flugausfällen gleichkommen und Kunden der Fluggesellschaften Entschädigungen fordern können.

Geklagt hatten zwei Urlauber, die Anfang 2010 aufgrund eines verspäteten Zubringerfluges aus Berlin in Madrid ihren Anschlussflug nach Costa Rica verpasst hatten und von ihrer Airline 1.200 Euro Schadenersatz verlangten. In den unteren Instanzen blieben die Kläger erfolglos. (RNO)



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