10. Mai 2012, Teneriffa

Das „süße“ Teneriffa entlang der Honigroute erkunden

Noch bis zum 30. Mai 2012, wenn die Blütezeit auf der größten Kanareninsel gerade beginnt, feiert die Gemeinde „Villa de Arico“ auf Teneriffa zum dritten Mal in Folge mit der Honigroute das wichtigste gastronomische Produkt der Insel.

Das immergrüne Teneriffa lockt in den Monaten Mai bis Juli mit einer besonders üppigen Blütenpracht, die nicht nur die Bienenvölker rund um den Teide erfreut, sondern auch Liebhaber von Honig aus Nah und Fern anzieht. Das wichtigste gastronomische Produkt wird sogar regelmäßig gefeiert, zum Beispiel vom 6.-9. Mai 2012 mit der Honigroute in der Gemeinde Villa de Arico im Südosten der Insel. Der Honig ist hier auch im Stadtwappen zu finden. Über 20 Bars, Restaurants und Cafés in der kleinen Stadt nehmen an diesem kulinarischen Event teil und bieten verschiedenste traditionelle Gerichte rund um die Köstlichkeit an.

Aber auch nach dem Honigfest spielt das süße Gold auf Teneriffa eine bedeutende Rolle: Die große Auswahl an Honigsorten macht sich in der Küche bemerkbar, zum Beispiel als delikater Brotaufstrich, kalorienarmes Süßmittel, Geschmacksträger und aromatische Beigabe zu Müsli, Quark oder Tee. Doch nicht nur in der Backstube wird der Honig eingesetzt, sondern auch, um Fleisch zu marinieren, Soßen zu verfeinern oder für Salatdressings.

Teneriffa trägt neben dem wohlklingenden Namen „Insel des ewigen Frühlings“ zudem den Titel „Süßeste“ aller Kanarischen Inseln. Denn ihre gastronomischen Produkte strotzen nur so vor Aromen, Geschmacksrichtungen und unterschiedlichsten Kompositionen. Das liegt insbesondere an der Vielfalt der endemischen Pflanzen und Blüten, die sich in der reichhaltigen Auswahl an Honigsorten widerspiegelt. Dabei wird der Honig nach verschiedenen Kategorien unterschieden. Hier spielt zum einen die Höhenlage eine Rolle: Je nachdem, wo der Nektar gesammelt wurde – in Küstennähe (Costa), auf dem Berg (Monte) oder auf dem Gipfel (Cumbre) in luftigen Höhen – wird er einer entsprechenden Kategorie zugeordnet. Ein weiteres Kriterium, vielmehr eine weitere Klassifizierung stellen die Pollen dar: Ist nachweisbar, dass mehr als die Hälfte der Pollen auf eine bestimmte Pflanzengattung zurückzuführen ist, dann gilt der Honig als monofloral und darf demzufolge danach benannt werden. Dies ist ein herausragendes Qualitätsmerkmal. Doch da sich Bienen bei ihrer Arbeit weder kontrollieren lassen, noch auf eine bestimmte Pflanzengattung konzentriert sind, entstehen zu Hauf Berg- und Wiesenmischungen mit der Bezeichnung multifloral. Das ist jedoch kein Qualitätsverlust, sondern lediglich eine informelle Aussage darüber, dass keine Blüte mehrheitlich in dem Honig enthalten ist. Oftmals sind es gerade diese multifloralen Sorten, die einen besonders interessanten Geschmack – je nach Blüte eher blumig oder würzig – vorweisen können und deshalb sehr beliebt sind.

Auf Teneriffa wird der Nektar primär in den Frühlings- und Sommermonaten gesammelt. Dabei erfreut sich der helle Tajinaste-Honig besonderer Beliebtheit. Er ist unter die Kategorie „Berghonig“ zu zählen und wird im Mai geerntet, genau dann, wenn diese wunderschöne endemische Pflanze ihre kerzenförmige Blüte entfaltet und den Teide-Nationalpark in ein purpurrotes Meer aus Blüten taucht. Dabei besticht er durch seinen besonderen Geschmack, der sich durch eine leichte, blumige Note ausweist.

Demgegenüber steht der Retama-Honig, der ebenfalls aus einer inseltypischen Pflanze gewonnen wird. Diese wächst in luftigen 1.500 Metern und beschert diesem Produkt eine honiggelbe Farbe, eine zähflüssige Konsistenz und ein liebliches Aroma. Wer es eher würzig mag, der sollte sich an Avocado- oder Kastanienhonig wagen. Beide Sorten haben eine eher flüssige Konsistenz, deren Farbe an dunkles Holz erinnert. Zudem zeichnen sie sich durch einen besonders intensiven Geschmack aus. Doch diese wenigen Honigsorten sind nur ein minimaler Einblick in die Vielfalt dieses süßen, aromatischen Lebensmittels. Die vielen unterschiedlichen Erzeugnisse haben den entscheidenden Vorteil, dass sich Genießer nach Herzenslust durch Teneriffas Süße Kosten können, um schließlich ihren Lieblings-Honig herauszuschmecken. (Spanisches Fremdenverkehrsamt)



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