12. Juni 2012, Köln

Umstrittene Palästinenser-Schau gastiert in Köln

Im Kölner Allerweltshaus ist seit Montag die umstrittene Wanderausstellung „Die Nakba – Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948″ zu sehen. Die Schau, die sich um das Leid und die Vertreibung hunderttausender palästinensischer Flüchtlinge infolge der israelischen Staatsgründung dreht, wird auch an ihrem neuen Standort wieder kontrovers diskutiert.

So bemängelt zum Beispiel der Kölner Arbeitskreis Israel-Palästina, dass die Nahost-Ausstellung lückenhaft und prekär dargestellt würde – schließlich würden die gezeigten Texte, Fotos und Karten nicht korrekt in die komplexen politischen Verstrickungen der Geschichte des Nahen Ostens eingeordnet, sondern könnten als „einseitige Schuldzuweisungen an Israel und den Zionismus“ missverstanden werden. Antisemitismus und die Verflechtung palästinensischer Führer mit dem deutschen Naziregime würden gänzlich ausgeblendet.

Die Jüdische Liberale Gemeinde Köln „Gescher LaMassoret“ kritisiert, dass die Schau antisemitische Vorurteile verstärken könnte. (RNO)



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