10. Juli 2012, Reiseziele

Produktfälschungen: Vorsicht bei Schnäppchen im Urlaub

Schnäppchenkäufe in Urlaubsstimmung erfreuen sich großer Beliebtheit, sei es zur eigenen Freude oder als Geschenke für Freunde und Bekannte. Besonders wenn im Urlaub schicke Handtaschen, Turnschuhe oder Uhren bekannter sowie begehrter Marken mit unschlagbaren Niedrigpreisen locken, fällt es schwer zu widerstehen. Aber leider handelt es sich bei diesen Preishits häufig nicht um reduzierte Ware, sondern schlicht um Produktfälschungen. „Von klassischen Konsumgütern wie Film- und Tonträgern, Textilien, Schmuck, Kosmetik bis hin zu Nahrungsmitteln und zu Medikamenten sind alle Produkte und Marken betroffen“, berichtet Saskia Roth, Expertin für Markenschutz bei TÜV Rheinland. Und die Zahl der gefälschten Artikel nimmt Jahr für Jahr zu. Besonders besorgniserregend ist der hohe Zuwachs an gefälschten Arzneimitteln. „Produktpiraten finden immer wieder Wege, Fälschungen auf den Markt zu bringen. Sie kopieren und fälschen sogar Seriennummern, die eigentlich zum Schutz vor Fälschungen angebracht werden“, erklärt Saskia Roth.

Verbraucher werden so nicht nur irregeleitet, sondern sie erhalten meist Ware minderer Qualität. Vielleicht müssen sie gegebenenfalls dafür auch noch Bußgelder bezahlen, wenn der Zoll bei der Einreise das Plagiat entlarvt. Bei vielen Produkten besteht sogar eine Gefahr für die Gesundheit, denn diese entsprechen bestenfalls dem optischen Anspruch der Markenhersteller, aber erreichen in der Regel nicht deren Qualitätsansprüche. Fälscher verzichten auf Qualitätstests und kümmern sich auch nicht um die Einhaltung von gesetzlichen Normen oder Grenzwerten. Die Herstellung gefälschter Produkte liegt zudem vornehmlich in den Händen des organisierten Verbrechens: „Kinderarbeit und unmenschliche Arbeitsbedingungen sind weit verbreitet“, gibt Saskia Roth zu bedenken.

Um Unternehmen im Kampf gegen Fälschungen zu unterstützen, bietet TÜV Rheinland gemeinsam mit der Hologram Company Rako eine innovative und sichere Lösung im Kampf gegen Produktfälschungen an: Holo-Pacs. Dabei kommen Codes in Kombination mit Hologrammen zum Einsatz. Anhand von Holo-Pacs können Endverbraucher, Händler oder der Zoll die Echtheit der Produkte einfach und schnell per Smartphone oder Computer überprüfen. „Ein aufgedruckter QR-Code macht das möglich“, sagt Roth. (TÜV Rheinland)



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