15. Juli 2012, Reiseziele

UNESCO zeichnet 20 neue Biosphärenreservate in Europa, Afrika, Amerika und Asien aus

Die UNESCO hat 20 Gebiete in Europa, Afrika, Amerika und Asien als neue Biosphärenreservate anerkannt. Das gab der Internationale Koordinierungsrat des UNESCO-Programms „Der Mensch und die Biosphäre“ in Paris bekannt. In das Weltnetz aufgenommen wurden unter anderem die als „Wiege der chinesischen Revolution“ bekannte Region Jinggangshan, die spanische Kanareninsel La Gomera und die österreichische Alpenlandschaft Salzburger Lungau und Kärntner Nockberge. Ein deutsches Gebiet war nicht nominiert.

Zum ersten Mal wurden Biosphärenreservate in Haiti, Kasachstan und im Inselstaat Sao Tome und Principe anerkannt. Zudem wurden vier Biosphärenreservate erweitert, darunter der chilenische Nationalpark Bosque de Fray Jorge. Weltweit hatten sich 27 Gebiete um eine Aufnahme beworben. Voraussetzung ist ein strategisches Konzept: Die Bewohner der Biosphärenreservate müssen nachhaltig im Einklang mit der Natur leben und wirtschaften.

Das weltweite Netzwerk der UNESCO-Biosphärenreservate umfasst jetzt 599 Gebiete in 117 Ländern, 15 davon in Deutschland. Das Wattenmeer, die Rhön und die Schwäbische Alb sind ebenso Biosphärenreservate wie der australische Ayers Rock, die Galápagos-Inseln und die äthiopische Region Kafa. Die Gebiete sind repräsentative Kulturlandschaften mit einer Vielfalt an Ökosystemen.

Seit 1971 arbeitet das UNESCO-Programm „Der Mensch und die Biosphäre“ daran, wie Regionen umweltverträglich und ressourcenschonend wirtschaften können. Wichtiges Instrument des Programms sind weltweit die Biosphärenreservate. In diesen Modellregionen lösen die Verwaltungen, Unternehmen und Bewohner gemeinsam Interessenskonflikte wie Klimaschutz, Straßenbau und Landnutzung. (Deutsche UNESCO-Kommission e.V.)



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