25. August 2012, Europa

Die fünf Nominierungen für den „theALPS Award 2012″ stehen fest

Fünf Projekte aus Bayern, Tirol, dem SalzburgerLand, Südtirol und Vorarlberg sind für den theALPS Award 2012 nominiert: allesamt herausragende Leistungen zum Leitthema „Sustainable Development in Alpine Tourism“. Der Gewinner wird im Rahmen der alpenübergreifenden, touristischen Fachveranstaltung theALPS, von 13. bis 14. September 2012, in Innsbruck präsentiert.

Aus insgesamt 33 Einreichungen aus 8 Alpenregionen hat eine internationale Expertenjury nun fünf für den theALPS Award nominierte Projekte ausgewählt. Schon jetzt zählen die Nominierten aus Bayern, SalzburgerLand, Südtirol, Vorarlberg und Tirol durch ihre Wahl unter die besten fünf zu den Gewinnern, doch bleibt es spannend, wem schlussendlich die Auszeichnung „theALPS Award 2012“ zugesprochen wird.

„Der Innovationsgrad sowie die ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit der Einreichungen waren die zentralen Kriterien für die Auswahl der Nominierungen. Letztlich hat die Jury versucht, gleichermaßen innovative und bereits am Markt etablierte Projekte zu nominieren.“, erklärt Professor Hubert Siller, MCI Tourismus Innsbruck, unter dessen Leitung der theALPS Award umgesetzt wird.

Ziel des theALPS Awards 2012 ist es, die besten nachhaltigen Entwicklungen touristischer Marktleistungen im europäischen alpinen Raum auszuzeichnen und im Rahmen von theALPS 2012 eine Bühne zu geben. Gesucht wurden bereits realisierte Marktleistungen rund um das Leitthema „Sustainable Development in Alpine Tourism“.

theALPS Award 2012 – Nominierungen
Nach einer Vorprüfung anhand eines umfassenden Kriterienkatalogs durch das MCI Tourismus hat die achtköpfige Fachjury, bestehend aus Tourismusexperten aus den Bereichen „Wissenschaft“, sowie „Touristische Fachmedien & Consulting“ aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, nach vertiefender Prüfung und Diskussion die besten fünf Einreichungen ausgewählt und für den theALPS Award 2012 nominiert. Dazu gehören:

Explorer Hotel:
Als erstes zertifiziertes Passivhotel Europas konnte sich ein neues Hotelkonzept aus Bayern durchsetzen. Das Hotel in Fischen im Allgäu lebt nach dem ökonomisch nachhaltigen Prinzip der Minimierung der Energieverluste bei gleichzeitiger Maximierung der Energiegewinne, in Verbindung mit erheblicher Steigerung des Wohnkomforts. Das Konzept richtet sich an den jungen, neugierigen Gast und setzt auf hohe Übernachtungsqualität zu günstigen Preisen. Auch moderne Technologie spielt eine wichtige Rolle im Gesamtkonzept. Die sogenannte Explorer Wall – ein 1,40 m breiter Multitouchscreen – ist die zentrale Informations- und Kommunikationsplattform der Hotel Community, auf die Gäste ihre persönlichen Bike-Touren-Tipps, Empfehlungen für urige Skihütten und vieles andere mehr einfach per „touch“ posten und kommentieren. Das junge zukunftsweisende Konzept bildet einen interessanten Gegenpol zur breiten Masse der Gastgeber im Allgäu, die sich häufig am gesetzteren Publikum orientieren. Weitere Informationen: www.explorer-hotel.com

Die Jurybegründung: Das Explorerhotel erschließt mit seinem innovativen mutigen Öko-Designkonzept neue junge Zielgruppen für den Alpenraum. Die natürlichen Ressourcen werden durch ein konsequentes nachhaltiges Raum-, Material- und Energiekonzept optimal eingesetzt und ermöglichen eine attraktive Preisgestaltung. Die Bedürfnisse der jungen aktiven Zielgruppe nach Interaktion werden durch eine großzügige Lounge mit großer Werkbank zum „Schrauben“ und einem Kommunikationsboard der „Explorer Wall“ zum „Posten“ der eigenen Erlebnisse in der realen und virtuellen Welt auf vorbildliche Weise erfüllt.

Naturhautnah.at:
Im Zentrum des Bregenzerwaldes / Vorarlberg bewirtschaftet die Familie Metzler 25 ha Grünland mit Ziegen und Kühen nach einem harten, aber nachhaltigen Weg. Im Rahmen dieses bis dato einzigartigen Konzepts beschäftigt sich Familie Metzler und ihr Team nicht nur mit der Berglandbewirtschaftung, der Verarbeitung von Milch zu Käse und der Herstellung von Getränken und Kosmetika aus der anfallenden Molke, sondern macht dieses Tun für Gäste im wahrsten Sinn des Wortes be-greifbar. Die Energieversorgung am Bauernhof erfolgt größtenteils durch Fotovoltaik, Abfälle werden soweit möglich vermieden bzw. wieder im natürlichen Kreislauf in die Landwirtschaft zurückgeführt. Zugekauft werden nur ökologisch wertvolle Rohstoffe und Produkte aus der Region. Die Nutztiere am Hof genießen den Status eines VIP-Gastes mit großer Bewegungsfreiheit. Der Hof ist ein Ort der Begegnung mit Mensch und Tier und bietet nebst Ziegen-Tollhaus & Kuhlaufstall mit Besuchergalerie, unter anderem Schausennerei, Kuschel-Kleintier-Zone, Kräutergarten und Hofladen. Angesprochen werden Menschen, die Wert auf natürliche, nachhaltige Wirtschaftsweise legen und sich für die Herkunft der Produkte interessieren. Naturhautnah.at verbindet Landwirtschaft, Handel, Handwerk und Tourismus auf ganz besondere Weise. Weitere Informationen: www.naturhautnah.at

Die Jurybegründung: Als Gründungsmitglied der Käsestrasse Bregenzerwald steht das Unternehmen Metzler Käse Molke GmbH mit ihrem innovativen Projekt ‚Naturhautnah‘ für die Erhaltung des ländlichen Lebensraumes und der regionalen Kultur und bietet dem Kunden die Möglichkeit, sich mit den ursprünglichen Dingen des Lebens hautnah zu beschäftigen. Das Vorzeigeprojekt ist ein Paradebeispiel für Nachhaltigkeit.

Roter Hahn:
Unter dieser Dachmarke des Südtiroler Bauernbundes stehen 1.600 Betriebe in Südtirol, die bäuerliche Kultur erlebbar machen. Verbindliche Qualitätsstandards garantieren ein zu 100 % Südtiroler bäuerliches Angebot und umfassen die drei Angebotsbereiche Urlaub am Bauernhof, Bäuerliche Schankbetriebe und Qualitätsprodukte vom Bauern. Die Auswahl der Feriendomizile von „Roter Hahn“ reichen von Weinhöfen an der Etsch bis zum Bergbauernhof unter schroffen Dolomitenwänden. Die landwirtschaftliche Tätigkeit muss überwiegen, so bieten die Höfe maximal sechs Zimmer oder vier Ferienwohnungen. Neben Authentizität in jeder Beziehung wird großer Wert auf Produkte aus eigener Landwirtschaft gelegt. „Besser Essen – regional und saisonal“ lautet das Motto der 37 ausgewählten Hof- und Buschenschänken. Die Produkte „Roter Hahn“ legen den kürzest möglichen Weg zurück und unterliegen strikten Kriterien bezüglich Herkunft und Verarbeitung. 2013 wird die Marke „Roter Hahn“ um das Angebot Bäuerliches Handwerk bereichert. Weitere Informationen: www.roterhahn.it

Die Jurybegründung: „Roter Hahn“ wurde für den theALPS Award nominiert, weil mittels einer einzigen Marke die gesamte touristische Wertschöpfungskette bäuerlicher Betriebe abgedeckt wird. Es geht dabei nicht nur um Urlaub auf dem Bauernhof und die bäuerlichen Schankbetriebe, sondern im Speziellen um Qualitätsprodukte von Südtiroler Bauernhöfen, welche auf der Grundlage strenger Qualitätskriterien über die bäuerlichen Betriebe sowie den Einzelhandel vertrieben werden. Damit können mittels Produktion und Distribution regionale Wirtschaftskreisläufe gebildet und geschlossen werden.

Die SAMO-Card:
Die Gemeinde Werfenweng im SalzburgerLand hat sich als Modellort für „Sanfte Mobilität – Autofreier Tourismus“ in ihren Leit- und Lebenslinien wie in der touristischen Positionierung der Nachhaltigkeit verschrieben. Hinter dem Projekt „SAnfte MObilität (SAMO) – Urlaub ohne Auto“ steht ein Zusammenschluss von Werfenwenger Beherbergungsbetrieben. Ihre Urlaubsgäste tauschen bei Ankunft den Autoschlüssel – insofern sie nicht ohnehin schon mit der Bahn anreisen – gegen die SAMO-Card. Diese garantiert ihnen freie Fahrt mit inzwischen 40 Fortbewegungsmöglichkeiten der umweltfreundlichen Art. Dazu zählen der Taxifahrer E-Lois ebenso wie E-Scooter, E-Funrider, Elektroautos, aber auch mit Biogas aus Wiesengras angetriebene Autos u.v.a.m. Weitere Informationen: www.werfenweng.eu

Die Jurybegründung: Ende der 1990er Jahre hat Werfenweng mit der Positionierung als Modell- und Vorzeigeort im Bereich „Sanfte Mobilität im Urlaubsort“ (SaMo) begonnen. Seither hat das Projekt nicht nur an Umfang gewonnen sondern sich auch wirtschaftlich gefestigt. Die an SaMo beteiligten Betriebe verzeichneten seit 1998 eine Nächtigungssteigerung von 75 Prozent. Innerhalb weniger Jahre stieg der Anteil der bahnreisenden Gäste von 9 auf 25 Prozent – dies, obwohl Werfenweng nicht direkt an der Bahn liegt. Das Projekt SaMo Card kann somit als eines der besten nachhaltigen Entwicklungen touristischer Marktleistungen im alpinen Raum bezeichnet werden.

Waldklause Naturhotel:
Familie Auer im Ötztal / Tirol errichtete 2004 ihren Betrieb mit der Vision des ersten „Designer Holz & Naturhotels“. Geachtet wurde dabei auf eine tageslichtdurchflutete, die Landschaft einbeziehende Architektur in einer zeitgemäßen Auseinandersetzung mit dem Baustoff Holz. Neben dem Rohstoff Holz sind Naturstein und Naturtextilien die vorherrschenden Materialien. So wurde als Dämmstoff ausschließlich Tiroler Schafwolle verwendet. Die Zimmer haben das Ambiente einer Privatwohnung, alle mit Panoramablick auf Wald und Berge. Der Wellnessbereich „Natur Spa“ ist zu voll und ganz auf alpine Wellness ausgerichtet. Das Konzept findet vor allem bei Gästen mit ausgeprägtem ökologischen und biologischen Ansprüchen, sowie hohem Gesundheits- und Individualitätsbewusstsein großen Zuspruch. Weitere Informationen: www.waldklause.at

Die Jurybegründung: Das 2004 errichtete erste Design-Holzhotel Österreichs bietet ein harmonisches Zusammenspiel aus Holz, Glas und Stein. Mit der Philosophie eines auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Familienbetriebs mit modernem Ambiente zu verwirklichen, begeistert das Ötztaler Hotel seit vielen Jahren Gästen und Fachpublikum gleichermaßen. Die Waldklause wird von Jury als Vorreiter in der alpinen Hotellerie gesehen.

Präsentation der Besten und die Verleihung
Die fünf Nominierten werden in den nächsten Wochen bis zur Veranstaltung theALPS von Mitgliedern der Expertenjury besucht und nochmals geprüft, bevor bei der finalen Jury-Sitzung die endgültige Entscheidung über den Gewinner des theALPS Award 2012 fällt.

Die Vorstellung der Nominierten inklusive feierlicher theALPS Award-Verleihung an den Besten der Besten erfolgt am Donnerstag, 13. September, ab 19.00 Uhr in der neuen Messe Innsbruck.

theALPS 2012
Nach einer erfolgreichen Premierenveranstaltung im Vorjahr wird Innsbruck am 13. und 14. September 2012 erneut zum Treffpunkt für führende Entscheidungsträger im europäischen Alpentourismus. Die eineinhalbtägige Tourismusfachveranstaltung findet in der Neuen Messe Innsbruck statt. Es gilt bei theALPS die alpine Innovationskraft zu bündeln, neue Impulse zu setzen und die nachhaltige Entwicklung im europäischen Alpentourismus zu fördern.

Den Teilnehmern bietet theALPS ein breites Spektrum an Plattformen, sich fachlich auszutauschen, fort zu bilden und Geschäfte abzuwickeln. Das theALPS Symposium steht für hochkarätige Keynotes und spannende Podiumsdiskussionen und setzt sich 2012 mit dem Schwerpunktthema der nachhaltigen Entwicklung des Alpentourismus auseinander. Mit dabei sind Top-Referenten wie der deutsche Trendforscher und Kommunikationsdesigner Peter Wippermann und der langjährige EU-Kommissar Franz Fischler.

Mit dem theALPS Award werden herausragende Tourismusprojekte im Alpenraum zum Thema „Sustainable Development in Alpine Tourism“ ausgezeichnet und ins öffentliche Interesse gerückt.

Im theALPS Handelsraum werden Kontakte hergestellt und Geschäfte abgeschlossen. Das neue Messeformat erleichtert durch den Einsatz modernster Kommunikationsmittel den Aufbau von Netzwerken und fördert die Effizienz beim Ein- und Verkauf touristischer Produkte.

theALPS wird von neun führenden Tourismusregionen des europäischen Alpenraums getragen. Zu den theALPS Partnerregionen zählen Bayern, Graubünden, Rhône-Alpes, SalzburgerLand, Südtirol, Tirol, Trentino, Vorarlberg und Wallis. Unterstützt wird theALPS 2012 auch von den Gastgebern Österreich Werbung und Innsbruck Tourismus, der Wirtschaftskammer Tirol als einer der Initiatoren, sowie Tiscover, feratel und Doppelmayr.

Anmeldung und weitere Informationen unter www.the-alps.eu. (theALPS)



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