25. August 2012, Thurgau

Herbstlicher Genussurlaub im Apfelland Thurgau

Wie verführerisch ein Apfel sein kann, ist seit Adam und Eva bestens bekannt. Welche Anziehungskraft die rotbackigen Früchte auch heute noch entfalten, erlebt man auf einer Reise durch Mostindien. So wird der Kanton Thurgau am Schweizer Ufer des Bodensees aufgrund seiner nach unten spitz zulaufenden Form liebevoll genannt. Typisch für die Landschaft sind sanft-hügelige Weiden, herrliche Aussichten auf den Bodensee und… Apfelwiesen soweit das Auge reicht.

Saft, Most und Apfelchampagner
Im August beginnt die Ernte der beliebtesten Frucht der Schweiz. Saft, Most und Apfelwein fliessen dann frisch durch die Kehlen durstiger Gäste. Zum Beispiel der Tröpfel, ein sanft perlender alkoholfreier Sekt aus Ostschweizer Trauben und Äpfeln. Erfunden haben ihn zwei Wirtinnen aus Mammern am Untersee. Im Brennerei- und Saftmuseum der Mosterei Möhl in Arbon erfahren Besucher Wissenswertes über die Ursprünge der Saftproduktion. Die weithin bekannte Mosterei saftet einheimisches Obst zu erfrischenden Getränken ohne und mit Alkohol. Darunter die Cuvée Jean-Georges, ein nach dem traditionellen Flaschengärverfahren hergestellter Apfelschaumwein mit geringem Alkoholgehalt. Die Familie Stäheli keltert in Frasnacht aus Obst von alten Hochstammbäumen den leichten, weissweinähnlichen Birnenwein Napoléon – ein typisches Mitbringsel aus der Region, zumal am Untersee mit dem späteren Kaiser Napoleon III. der letzte Kaiser der Franzosen aufwuchs. Ebenfalls auf dem Obsthof der Stähelis geniesst man Käsefondue nach Mostindien-Art: Apfelstücke werden in den flüssigen Käse getunkt, die fruchtig-leichte Variante des Schweizer Nationalgerichtes. Wer zum Käse zu viel trinkt, lässt sich hinterher einfach ins weiche Strohbett sinken, das im angeschlossenen „Strohhotel“ bereits für die Gäste gemacht ist.

Äpfel mit Biss und Historie
Eine passende Wegzehrung für den neun Kilometer langen Apfellehrpfad in Altnau am Bodensee sind „Öpfelringli“. Bei den Altnauer Apfelwochen vom 8. bis 22. September dreht sich alles um Mostindiens knackige Frucht. Am 21. September findet auch schweizweit der Tag des Apfels statt. In der Obstsortensammlung Roggwil gedeihen auf Hochstammbäumen 320 vom Aussterben bedrohte Sorten, neben vielen Äpfeln auch Birnen, Zwetschgen, Pflaumen und Kirschen. Wer sich in Herzogin Olga, Kronprinz Rudolf oder Red Marylinn verliebt, kann eine Baumpatenschaft übernehmen, auf Wunsch bei der Pflege helfen und den Ertrag des Baumes geniessen. Was man daraus alles machen kann, lernen Besucher beim Apfelkochkurs des BBZ, Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg, das auch Obstgartenführungen anbietet.

Immer dem Apfel nach
Wer nun möglichst viele der süss-säuerlich erfrischenden Attraktionen erleben und sich gleichzeitig entspannt und sportlich bewegen möchte, radelt die Most-Tour mit dem E-Bike, das in Romanshorn ausgeliehen werden kann. Unter dem Motto „Immer dem Apfel entlang“ führt die Runde mit Start- und Zielpunkt in Romanshorn in zwei Tagesetappen à 77 und 47 Kilometern auf dem Seerücken über Steckborn am Untersee nach Weinfelden und über das Barockstädtchen Bischofszell wieder zurück. Stromtankstellen entlang der Strecke sorgen für die Energie der E-Bikes, während die Fahrer entlang der fruchtigen Stationen Energie tanken.

Weitere Informationen: Thurgau Tourismus, CH-8580 Amriswil, Tel. +41 (0)71 414 11 44, info@thurgau-tourismus.ch, www.thurgau-tourismus.ch. (Thurgau Tourismus)



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