29. August 2012, Deutschland

Philipp Rösler begutachtet den Energiespeicher der Zukunft

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler besuchte am 23. August 2012 das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Stuttgart. Der Minister informierte sich über den Stand von Forschung und Entwicklung bei Energiespeichern. Speicher sind eine Schlüsselkomponente im Energiesystem der Zukunft. Sie können Fluktuationen der Erneuerbaren Energien im Stromnetz ausgleichen und damit einen wichtigen Beitrag zu einer sicheren Versorgung leisten. DLR-Forscher entwickeln auf diesem Gebiet neuartige Batterien und Wärmespeicher und arbeiten an Herstellungsverfahren von Wasserstoff und alternativen Brennstoffen.

Wissenschaftler forschen für den Umbau des Energiesystems
Bei einem Rundgang durch das DLR Stuttgart besuchte der Bundesminister Forschungslabore und -anlagen und tauschte sich mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus. „Der Energieforschung kommt eine wichtige Rolle bei der Umsetzung der Energiewende zu. Wir brauchen technologische Fortschritte und vor allem brauchen wir exzellente Wissenschaftler, Ingenieure und Spezialisten. Ich konnte mich von den guten Forschungsbedingungen und den leistungsfähigen, engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hier im DLR überzeugen und freue mich, dass das DLR mit ehrgeizigen Zielen an der Umsetzung der Energiewende erfolgreich mitwirkt“, sagte Rösler. Prof. Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des DLR, bekräftigte beim Besuch des Ministers: „Das DLR leistet in der Energieforschung wichtige Beiträge zum Umbau des Energiesystems, gefördert durch das BMWi und über Projekte mit der Industrie. Energiespeicher sind ein wesentliches Feld in der DLR-Energieforschung und ein Schlüsselbereich für den Erfolg der Energiewende. Die nachhaltige Energieversorgung ist ein langfristiges Projekt, wenn nicht ein Generationenprojekt. Damit es gelingt, braucht es das stetige und unermüdliche Engagement aus Forschung, Unternehmen und Politik.“

Leistungsfähigere Batterien und Wasserstoff aus überschüssiger Windenergie
Der Minister besichtigte bei seinem Besuch das Batterielabor des DLR-Instituts für Technische Thermodynamik, in dem Forscher an Lithium-Schwefel- und Lithium-Luft-Batterien arbeiten. Ziel der Forschungsarbeiten ist die Entwicklung von Batterien mit einer deutlich höheren Energiedichte. Außerdem informierte sich Rösler über die Möglichkeiten, Wasserstoff in großem Maßstab zum Beispiel aus überschüssiger Windenergie herzustellen. In diesen elektrischen und chemischen Speichern kann Energie über Tage oder sogar Monate gespeichert und bei Bedarf abgerufen werden. Eine weitere Möglichkeit Energie langfristig zu speichern sind flüssige synthetische Kohlenwasserstoffe. Im Vergleich zu gasförmigem Wasserstoff sind sie zudem wesentlich einfacher und sicherer zu handhaben. Im Labor beobachtete der Minister, wie die Forscher des DLR-Instituts für Verbrennungstechnik an einer möglichst schadstoffarmen Verbrennung der flüssigen Kohlenwasserstoffe arbeiten.

Effizient und kostengünstig: Wärmespeicher
Für eine kürzere Zeitspanne vom mehreren Stunden kann Energie sehr effizient und kostengünstig in Form von Wärme gespeichert werden. Dieses Verfahren spielt vor allem in der Industrie und bei großen Solarthermischen Kraftwerken eine wichtige Rolle. Wirtschaftsminister Rösler besichtigte dazu die Wärmespeicher-Versuchsanlage „Hotreg“ an der Speichereigenschaften von unterschiedlichen Materialien erprobt werden. Hier wird unter anderem an der Auslegung des unterirdischen Druckluftspeichers ADELE (Adiabater Druckluftspeicher für die Elektrizitätsversorgung) geforscht, ein vom BMWi gefördertes Projekt, bei dem das DLR zusammen mit RWE, General Electric (GE) und Züblin arbeitet. (DLR)



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