2. September 2012, Verkehr

Deutsche Autofahrer beklagen zu viele Verkehrsregeln

Rund 61 Prozent der Autofahrer finden, dass es zu viele Verkehrsregeln in Deutschland gibt. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage, die der Kfz-Direktversicherer DA Direkt bei der GfK Gruppe in Auftrag gegeben hat.

Die Sommerhitze fördert offenbar die Kreativität von Politikern und Verkehrsexperten. In jedem Jahr werden ungewöhnliche oder allzu bekannte Themen rund um die Straßenverkehrsordnung der Öffentlichkeit präsentiert, um das Sommerloch zu stopfen. Dabei findet nur eine Minderheit von knapp zwei Prozent der befragten Pkw-Fahrer in Deutschland, dass es zu wenige Verkehrsregeln gibt. Fast zwei von drei Befragten (61 Prozent) sind dagegen der Meinung, dass hiervon mehr als genug in Deutschland existieren.

Verkehrsregeln nerven Männer
„Unsere Umfrage zeigt, dass die Autofahrer immer neuen Gesetzentwürfen für den Straßenverkehr eher ablehnend gegenüber stehen. Die Akzeptanz neuer Regeln ist eng mit der Sinnhaftigkeit und dem sichtbaren Nutzen für die Autofahrer verknüpft“, so Norbert Wulff, Vorstand des Kfz-Direktversicherers DA Direkt. Besonders hoch ist der Unmut offenbar beim männlichen Geschlecht: Zwei von drei Männern (67 Prozent) äußern sich kritisch über die Regelwut in Deutschland; bei den Frauen ist dies bei nur jeder zweiten (54 Prozent). Besonders deutlich ist die Ablehnung gegenüber den Vorschriften in Schleswig-Holstein, Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Hier geben mehr als 80 Prozent an, dass sie die Vielzahl der Regeln kritisch sehen. „Dieses Ergebnis interpretieren wir so, dass diese Bundesländer weniger dicht besiedelt sind. Auf nicht so stark befahrenen Straßen sehen Autofahrer leider die Notwendigkeit von vielen Verkehrsregeln einfach nicht“, so Norbert Wulff.

Über die Umfrage
Die Umfrage wurde in der Zeit zwischen dem 24. Mai und dem 31. Mai 2012 durchgeführt. Dafür wurde eine repräsentative Stichprobe von circa 700 Autofahrern ab 18 Jahren befragt. (DA Direkt Versicherung)



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