11. September 2012, Emirates

Emirates: Flughäfen in Berlin und Stuttgart im Visier

Ungeachtet der weiteren Verzögerung beim Bau des neuen Hauptstadtflughafens bemüht sich die Fluggesellschaft Emirates weiterhin um Verkehrsrechte für einen Linienflugverkehr von und nach Berlin. Wie die zu den weltweit am schnellsten wachsenden Fluggesellschaften zählende Airline am Dienstag zur Eröffnung der ILA Berlin Air Show 2012 ankündigte, will sie so schnell wie möglich den Flugverkehr in die deutsche Hauptstadt aufnehmen. Aufgrund des bilateralen Luftverkehrsabkommens zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und der Bundesrepublik Deutschland muss Emirates seine für Berlin gewünschte Flugplanung derzeit nach wie vor zurückstellen. Das bestehende Luftverkehrsabkommen zwischen den beiden Ländern räumt Emirates zum gegenwärtigen Zeitpunkt den Linienflugverkehr zu vier deutschen Flughäfen ein. Diese Verkehrsrechte werden aktuell mit den Emirates-Diensten ab Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg zum Drehkreuz Dubai vollständig genutzt.

Thierry Antinori, Executive Vice President, Passenger Sales Worldwide: „Seit 2004 bemüht sich Emirates um Zugang zu Berlin und Stuttgart. Beide Flughäfen sind im Hinblick auf interkontinentale Linienflugverbindungen immer noch unterbedient. Von beiden Städten, deren Flughäfen sowie der regionalen Wirtschaft erfahren wir überwältigende Unterstützung für unsere Pläne.“

„Die wirtschaftlichen Argumente für eine Aufnahme des Flugverkehrs in die deutsche Hauptstadt waren noch nie stärker. Unsere Linienflugverbindung würde Handel, Investitionstätigkeit, Tourismus sowie die Beschäftigung in der Stadt, in den umliegenden Regionen sowie auf bundesweiter Ebene spürbar stimulieren. Aufgrund der verspäteten Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens und den dadurch drastisch gestiegenen Baukosten ist unser Antrag nach Zugang noch überzeugender geworden. Ein positiver Bescheid für unser Anliegen würde automatisch zu den Mehreinnahmen führen, auf die der neue Flughafen angewiesen ist. Wir sind entschlossen, uns langfristig zu Berlin zu bekennen. Durch unsere Investitionen und die Schaffung von Arbeitsplätzen unterstützen wir die Wirtschaftlichkeit des Flughafens“, fügt Thierry Antinori hinzu.

Nach einer Studie des Instituts für Flughafenwesen und Luftverkehr des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) würde jede neue tägliche Flugverbindung nach Berlin oder Stuttgart pro Jahr rund 140.000 zusätzliche Passagiere für den jeweiligen Flughafen sowie 200 direkte, indirekte und induzierte Arbeitsplätze durch die flugbetriebsbedingten Aktivitäten generieren. Darüber hinaus würden die zusätzlichen Incoming-Touristen die Zahl der Übernachtungen um rund 55.000 pro Jahr erhöhen. Die Gesamtausgaben dieser Gäste beliefen sich auf jährlich 8,3 Millionen Euro und würden rund 280 direkte, indirekte und induzierte Arbeitsplätze schaffen.

Ein täglicher Emirates-Flug ab Berlin würde zudem das Angebot an Verbindungen nach Süd- und Ostafrika, Asien, in den Nahen Osten und Südwestpazifik um fast zehn Prozent erhöhen. Die Stimulierung des Flugverkehrs in diese Region ermöglicht deutschen Unternehmen einen verbesserten Zugang zu vielen Wachstumsmärkten.

Thierry Antinori weiter: „Wir bitten die Bundesregierung unseren Wunsch eingehend zu prüfen und uns zusätzlich zu unseren bisherigen vier Abflughäfen den Zugang zu Berlin und Stuttgart zu gewähren. Den von uns angeflogenen Flughäfen in Deutschland sind wir tief verbunden. Sie sind ein integraler Teil unseres Streckennetzes und wir haben keine Pläne, uns aus diesen Städten zurückzuziehen. Für unsere Kunden in Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg spielt unser Flugangebot eine entscheidende Rolle, um Geschäfte innerhalb unseres globalen Streckennetzes zu tätigen. Eine bestehende Verbindung gegen eine andere auszutauschen ist für uns nie eine Option gewesen.“

Die Linienflugverbindungen von Emirates haben in den vergangenen 25 Jahren wesentlich dazu beigetragen, den Incoming-Tourismus nach Deutschland zu fördern und zu steigern. Dies gilt insbesondere für die GCC-Staaten (Gulf Cooperation Council), die über eine besonders hohe Kaufkraft verfügen. Nach Angaben der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) geben Reisende aus den Golf-Staaten in Deutschland bei einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 14 Tagen circa 3.850 Euro pro Reise aus. Dies ist fast acht Mal soviel wie ein durchschnittlicher Reisende aus Europa, der in Deutschland rund 500 Euro pro Reise ausgibt und durchschnittlich sechs Nächte im Land bleibt.

Nach der Studie des Instituts für Flughafenwesen und Luftverkehr des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hängen derzeit in Deutschland mehr als 18.000 Arbeitsplätze von der Geschäftstätigkeit der Fluggesellschaft Emirates ab. Den Untersuchungen des DLR zufolge belaufen sich die direkten Ausgaben der Fluggesellschaft in Deutschland und die indirekten Ausgaben durch ausländische Touristen, die mit Emirates nach Deutschland fliegen, auf insgesamt mehr als 1,6 Milliarden Euro pro Jahr. (Emirates)



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