13. September 2012, Oberbayern

Deggendorf präsentiert Geschichte des Rusel-Bergrennens

Vor 100 Jahren wurde in Deggendorf Rennsportgeschichte geschrieben. Im September 1912 war die Ruselstraße, die seinerzeit eine wichtige Verkehrsverbindung von Deggendorf in den Bayerischen Wald darstellte, erstmals Schauplatz einer Bergfahrt für Motorräder und Automobile, deren Fahrer 500 Höhenmeter und Steigungen bis zu 13 Prozent überwinden mussten. Bis zum letzten Rennen 1983 fanden fast alle großen Rennfahrer den Weg nach Deggendorf, Hans Stuck ebenso wie die Berglegende Sepp Greger, Motorrad-Asse wie Josef Stelzer, Toni Mang oder der mehrfache Weltmeister Dieter Braun.

Eine Ausstellung im Deggendorfer Stadtmuseum gibt jetzt Einblick in die Geschichte des Rusel-Bergrennens, das mit zu den bedeutendsten der deutschen Renngeschichte zählt. Der rennsportbegeisterte Sammler Thorsten Vogelsang aus Deggendorf hat einen großen Teil der Exponate zur Verfügung gestellt, weitere Rennsportbegeisterte, ehemalige Rennfahrer und der Automobilclub Deggendorf haben das Projekt unterstützt. Zu sehen sind neben historischem Kraftfahrzeugzubehör, Motorrädern und Rennzeugnissen auch seltene Fotografien. Darüber hinaus kommen Zeitzeugen zu Wort, es werden alte Filme und dramatische Unfälle gezeigt. Die Medientechniker der Hochschule Deggendorf haben Animationen erarbeitet und ein Videospiel-Terminal konstruiert, an dem Besucher in einem historischen Rennwagen die nachempfundene Ruselstrecke hinaufrasen können.

Informationen: Stadtmuseum Deggendorf, Östlicher Stadtgraben 28, 94469 Deggendorf, Tel. 0991/2960-555, Fax 0991/2960-559, museen@deggendorf.de, www.stadtmuseum-deggendorf.de. (Tourismusverband Ostbayern e.V.)



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