17. September 2012, Reisebranche

Geschäftsreisen: Zeitverlust durch unzureichende Reiseplanung

Geschäftsreisende verlieren im Schnitt 48 Minuten pro Dienstreise durch unzureichende Reiseplanung, ungünstige Anschlussverbindungen oder schlecht gewählte Unterkünfte. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Chefsache Business Travel 2012“ des Ausschusses Business Travel des Deutschen ReiseVerbands (DRV). Bei rund 164 Millionen Geschäftsreisen pro Jahr verlieren Deutschlands Unternehmen damit jährlich über 130 Millionen Stunden Arbeitszeit. Dennoch legen nur die wenigsten Unternehmen die Planung und Durchführung ihrer Geschäftsreisen in professionelle Hände. So arbeitet nur jedes dritte befragte Unternehmen mit einem auf Geschäftsreisen spezialisierten Reisebüro zusammen.

Für Stefan Vorndran, Vorsitzender des Ausschusses Business Travel des Deutschen ReiseVerbandes, ist dieses eine überraschende Erkenntnis: „Für viele Unternehmen sind Dienstreisen ein Schlüsselfaktor für den wirtschaftlichen Erfolg, zum Beispiel, um Geschäftsabschlüsse unter Dach und Fach zu bringen. „Deshalb sollte man meinen, dass sie hier dieselbe Professionalität walten lassen wie in anderen Geschäftsbereichen. Dies ist offensichtlich nicht der Fall.“

Bei rund 164 Millionen Geschäftsreisen verlieren deutsche Unternehmen insgesamt mehr als 130 Millionen Stunden Arbeitszeit. Bei Durchschnittskosten von rund 30 Euro pro geleistete Arbeitsstunde macht das einen finanziellen Verlust von 3,9 Milliarden Euro pro Jahr. „Ein Großteil des Zeitverlustes, zum Beispiel lange Wartezeiten bei Anschlussverbindungen, verpasste Züge und Flüge oder unnütze Fahrten wegen schlecht gewählter Hotelstandorte, ließe sich durch eine effektive Planung im Vorfeld, das heißt ein professionelles Geschäftsreisemanagement verhindern“, betont Ausschussvorsitzender Vorndran.

Diese Einschätzung wird durch weitere Zahlen der Studie bestätigt: So achten nicht einmal 40 Prozent der Unternehmen konsequent auf die schnellste Verbindung bei der Buchung ihrer Geschäftsreisen. Lediglich 32 Prozent haben bei den Dienstreisen ihrer Mitarbeiter auch deren Produktivität im Blick.

„Geschäftsreisebüros können zwar Staus und Zugverspätungen nicht verhindern. Mit ihrer Unterstützung können Verkehrsmittel, Verbindungen, Anreisewege, Unterkünfte und andere definierte Faktoren allerdings optimal aufeinander abgestimmt werden. Außerdem ermöglichen sie, auf Probleme während der Reise zeitnah zu reagieren“, erklärt Vorndran. (DRV)



» Diesen Artikel via Mail weiterempfehlen





Das könnte Sie auch interessieren:

Weitere Beiträge zum Thema: