25. September 2012, Reiseliteratur, Reiseziele, Verlage

Abenteuerbericht „Augenblicke einer Weltreise“

Es war nicht der lang gehegte Traum. Eigentlich war es nur so dahin gesagt. Doch einmal ausgesprochen, lässt der Gedanke sie nicht mehr los. Es ist die Veränderung, die sich Helga und Jürgen schon lange gewünscht haben. Etwas Neues, etwas Verrücktes tun, den Alltag hinter sich lassen, einfach in ihren alten VW-Bus steigen und um die Welt fahren.

Helga Negele und Jürgen Dommer kündigen ihre Jobs, versilbern Hab und Gut um ihre Reisekasse für einen möglichst langen Zeitraum aufzustocken, statten ihren sogenannten „Orangetrotter“ mit allem Nötigen aus und brechen eines schönen Augusttages mit dem 30 Jahre alten VW Bulli über Österreich, Ungarn und den Balkan Richtung Griechenland und Türkei auf.

Unsicher, angespannt, verloren und tief verschleiert wartet Helga an der iranischen Grenze im VW Bus auf ihre Abfertigung, den Kopf voll mit all den Vorurteilen, die ihr von zu Hause mitgegeben wurden. Hinter dem Tor erwarten sie eine fremde, abenteuerliche Welt, die politisch wohl schwierigste Region ihrer Reise. Erwartet werden sie von überwältigenden Eindrücken und einer Herzlichkeit, die sie von hier an über weite Teile ihrer Reise begleiten soll. Und doch beginnt die Reise durch Pakistan für Helga und Jürgen mit einem Gefängnisaufenthalt.

Doch ihr Weg geht weiter nach Indien, wo sie sich im Norden des Subkontinents am Fuße des Himalayas aufhalten, Lahore, Dharamsala, Kathmandu und Gangtok besuchen, bevor sie den Entschluss fassen, mit einer Gruppe von Globetrottern im Winter den Himalaya zu überqueren, um über Tibet und China nach Südostasien zu reisen. Ohne Allradantrieb stellen sich Helga und Jürgen dem Dach der Welt. Ausgerechnet dort nehmen die Herausforderungen für Mensch und Technik überhand.

Mit tropischem Klima erwarten sie Laos und Thailand, wo ein besonderer Besuch noch auf ihrer Seele lastet. Seit dem Tsunami im Dezember 2004 tragen sie einen Bungalowschlüssel bei sich. Der Bungalow selbst wurde von den verheerenden Wassermassen hinweggerissen, Helga und Jürgen aber haben den Tsunami überlebt – nicht zuletzt durch die Hilfe des Bungalowbesitzers. Ihn zu finden, ihm für die Rettung zu danken, ist die selbst gestellte Aufgabe, bevor sie Asien hinter sich lassen und in Singapur mit ihrem Orangetrotter nach Australien übersetzen können, um den fünften Kontinent zu erobern.

20 Monate wärt ihre Weltreise, 19 Länder entdecken Helga und Jürgen, 56.000 Kilometer hält der 30 Jahre alte Volkswagen T3 letztlich durch. Sie haben alles aufgegeben und ein Vielfaches dafür zurück bekommen, zahllose atemberaubende „Augenblicke einer Weltreise“. Und so lautet auch der Titel des im traveldiary Reiseliteratur-Verlag neu erschienenen Abenteuerberichtes, der parallel auch seine Premiere als Multivisions-Show feiern wird.

Helga Negele
248 Seiten inkl. Farbbilder
ISBN 9783941796959
Euro 16,80
(Traveldiary)



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