29. September 2012, Region Hall-Wattens

Swarovski Kristallwelten präsentieren Arik Levys „Transparente Opazität“

Am 27. September 2012 präsentierten die Swarovski Kristallwelten ihren Ausstellungsraum im neuen Kleid. Unter dem Titel „Transparente Opazität“ spiegelt er die vielfältige Ideenwelt des israelischen Künstlers und Designers Arik Levy wider. Elemente und Reflexionen der Installation finden sich auch im Park der Swarovski Kristallwelten, die neue Wunderkammer ist seit 28. September 2012 für zwei Jahre öffentlich zugänglich.

Der Titel des Raumes – „Transparente Opazität“ – verweist auf das Zusammentreffen zweier scheinbar widersprüchlicher Eigenschaften von Kristall – Durchsichtigkeit und Undurchdringlichkeit – und ist ein Spiel mit Größenverhältnissen und Formen, das man betrachten und angreifen und mit dem man in Interaktion treten kann. Anders als der „Kristalldom“, der das Innere eines geschliffenen Kristalls in seiner regelmäßigen Schönheit zeigt, stellt Arik Levy mit „Transparente Opazität“ das natürliche, „wilde, doch gleichzeitig kontrollierte“ Wachstum von Kristallen den exakten Formen geschliffener Chatons gegenüber. Die verwendeten Materialien reichen dabei von Kristall und Marmor über Stahl bis hin zu 3D-Prints aus Kunststoff, die vorherrschende Farbe Weiß wird nur durch einige schwarze Elemente und die zarten Farben einiger Bilder durchbrochen.

Stefan Isser, Geschäftsführer der d. swarovski tourism services gmbh, erklärte im Rahmen der Eröffnung der neuen Wunderkammer: „Seit ihren Anfängen laden die Swarovski Kristallwelten regelmäßig Künstler und Designer dazu ein, die Wunderkammern und den Park als kreative Freiräume zu nutzen und – dauerhaft oder temporär – mit ihren Assoziationen zum Thema Kristall zu bespielen. Als Ort der Inspiration und der Begegnung mit Kristallen, ihren symbolischen Bedeutungen, aber auch ihrer Schönheit und formalen Vollkommenheit fügen wir den zahlreichen künstlerischen Interventionen nun eine neue hinzu.“

Nach Toord Boontje, Jim Whiting, Fabrizio Plessi und anderen konnte mit Arik Levy ein weiterer Grenzgänger zwischen Stilen und Genres dafür gewonnen werden, einen kristallinen Raum zu entwerfen. Die neue Wunderkammer wurde nach mehrmonatigen Vorbereitungen und einer Umbauzeit von drei Wochen in den Swarovski Kristallwelten installiert und ist ab 28. September 2012 für zwei Jahre öffentlich zugänglich.

Vielfältige Zusammenarbeit zwischen Levy und Swarovski
Den bildenden Künstler, Licht-, Industrie- und Modedesigner und Bühnenbildner Arik Levy verbindet mit Swarovski eine über mehrere Jahre unter immer wieder neuen Blickwinkeln fortgeführte Zusammenarbeit. So konzipierte er 2009 die Ausstellung „Osmosis“ für Swarovski Crystal Palace oder entwarf 2011 eine eigene Schmucklinie in der Reihe Atelier Swarovski. Die dabei entdeckten Ansätze fanden auch in seiner weiteren künstlerischen Tätigkeit ihren Niederschlag und wurden von Levy in Ausstellungen und Designs immer wieder aufgegriffen und weitergesponnen.

Präzision und Wildwuchs
Besondere Bedeutung erlangte für Levy bei der Zusammenarbeit mit dem Kristallkonzern zum einen die technische Meisterschaft und Präzision, die Swarovski bei der Herstellung von Kristallen aufwendet. Zum anderen zeigte sich der Künstler vom „demokratischen“ Ansatz der Swarovski Kristallwelten beeindruckt, die Kunst und Kristall über die sinnliche Erfahrung zugänglich machen.

Dementsprechend verlieh Levy dem Riesen ein kristallines Herz, in dem Besucher ins Innere der Kristalle eintauchen und sie in unterschiedlichen Dimensionen und Ausprägungen wahrnehmen können: ein lichter, leuchtender Ort inmitten der magischen Wunderkammern, der dazu einlädt zu verweilen und Kristalle mit mehreren Sinnen zu erkunden.

Besucher als Gestalter
Damit kommt auch den Besuchern eine bedeutende Rolle nicht nur als Betrachter, sondern als Mitgestalter der Ausstellung zu: Indem sie sich – langsam oder schnell, über eine längere Zeitspanne oder nur kurz, bunt angezogen oder in weißer Kleidung kaum wahrnehmbar – durch den Raum bewegen, die Objekte ansehen, an- und begreifen, sich womöglich auf größere Elemente setzen oder vor einer kleineren Skulptur verharren, wirkt unmittelbar auf das Kunstwerk und den Eindruck, den man von ihm gewinnt. Eine interaktive Arbeit von Levy und dem Musiker Leon Milo – ein Screen mit kristallinen grafischen Mustern, die sich je nachdem, wie viele Menschen davorstehen und wie sie sich bewegen, verändern – dehnt die Möglichkeiten der Beteiligung durch die Ausstellungsbesucher weiter aus.

Fortführung nach innen und außen
Diese interaktive Skulptur gibt auch einen wichtigen Hinweis auf mehrere Interventionen, die – ausgehend von Levys Wunderkammer – in verschiedenen Bereichen des Riesen stattfinden. Im Außenbereich wird während der ersten drei Monate der Ausstellung Levys „Chaton Superstructure“ platziert, die er ursprünglich für „Osmosis“ für Swarovski Crystal Palace entworfen hat: eine große rote Stahlkonstruktion, die die Kanten eines geschliffenen Kristalls nachzeichnet.

Neben dieser „Visitenkarte“ im Park findet „Transparente Opazität“ auch im Innenbereich ihre Fortführung. Zum einen greift die größte Skulptur des Ausstellungsraumes, der „RockGrowth Giant”, in die daneben liegende „Eisgasse“ aus. Zum anderen finden sich an den Wänden des Veranstaltungsraumes, des „Cube“, die grafisch aufgelösten Strukturen der Kristalle als dichtes Netz von Linien wieder.

Zudem wird während des von 22. bis 24. November 2012 erstmals stattfindenden Musikfestivals fmRiese ein Film zu sehen sein, der auf der interaktiven elektronischen Arbeit von Arik Levy und Leon Milo basiert. Damit ist ein weiterer Verweis auf die vielen Facetten von Levys künstlerischer Arbeit gegeben: Im Rahmen des Festivals, das dem elektronischen und experimentellen Musikschaffen heutiger Zeit gewidmet ist, tritt Arik Levys Kunst in Verbindung mit Musik, Bühne, den ausführenden Künstlern und nicht zuletzt mit den Zuhörern des Festivals. Für die künstlerische Gestaltung des Veranstaltungsraums zeichnet der Künstler und Designer Arik Levy verantwortlich, der unlängst die Ausstellung „Osmosis“ für Swarovski Crystal Palace entworfen hat, die bereits in Mailand und auf der Vienna Design Week 2009 zu sehen war. (d. swarovski tourism services gmbh)



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