30. September 2012, Tirol

Herbst-Wanderungen im Defereggental in Osttirol

Der Herbst färbt die Wälder bunt. Im goldgelben Kleid leuchten die Zirben zwischen den Tannen und Fichten im Defereggental in Osttirol, mitten im Nationalpark Hohe Tauern. Es ist eine gemütliche und genussreiche Zeit, die gleichwohl zum Wandern oder zu ausgedehnten Spaziergängen lockt. Dafür bieten sich die Themenwanderwege ideal an, die sich rund um die Natur und das Leben am Berg drehen, gerade richtig, um zwischen Sommer und Winter anzuhalten, auszuspannen.

Bei noch angenehmen Temperaturen wandern oder Spaziergänge machen, das schätzen viele im „Goldenen Herbst“. So leuchten im Defereggental mit einem der größten Zirbenwälder der Ostalpen diese Nadelbäume goldgelb mitten im Grün der Tannen und Fichten. Und hier bieten sich gerade auch im Herbst neben reinen Bergwanderungen in der Region der Dreitausender auch leichte Wanderungen und Spaziergänge an wie über die Themenlehrwege. Wem ein Weg zu lang ist, geht wieder zurück. Themenwege heißt, dass es Haltepunkte gibt sowie Erläuterungen an Schautafeln. Wer teilnimmt, spaziert nicht nur durch die Natur, er erfährt auch mehr über sie. Ein paar Beispiele zeigen, was im Herbst lohnend sein könnte.

Relativ einfach zu begehen ist vom Alpengasthof Oberhaus im weiten Almgelände und oberhalb der Schwarzach, dem rauschenden Gebirgsfluss, der Oberhauser Zirbenwald. Abseits des Verkehrs ist es still, nur das Wispern des Waldes und das Rauschen des Bergflusses, der Schwarzach, dringt ans Ohr.
Zeit zum Abschalten. Man erfährt mehr über Flora und Fauna und den Gebirgsbach, die rauschenden Wasser im Defereggental.

Zu Bergbauern und Wassern
Rund eine bis eineinhalb Stunden muss man für diesen Zirbenwaldweg unter die Füße nehmen. Nicht getrieben, einfach so, wie man es zum Gehen angenehm empfindet. Rund drei Stunden muss man einkalkulieren, wenn man den Themenlehrweg „Leben am Steilhang“ durchgehend erkunden will. Da geht es vom Parkplatz Bruggen über die Holzer Mühle hoch nach St. Veit, wo dem Tiroler Dichter Sebastian Rieger, dem Reimmichl, ein Denkmal gesetzt ist. Nach dieser Tour wird der Wanderer nachvollziehen können, wie schwer die Arbeit der Bergbauern in extremer Lage und mit der Bewirtschaftung der Steilwiesen ist.

Relativ einfach ist dagegen der Wassererlebnisweg von St. Jakob aus zu gehen. Es gibt eine kleine Runde, die man in rund einer Stunde bewältigt, und eine große, für die man etwa zweieinhalb Stunden benötigt. Es geht der Schwarzach entlang, zu geheimnisvollen Mooren und Quellen. Zu sehen sind auch große Holzskulpturen zur heimischen Tierwelt, von regionalen Bildhauern geschaffen.

Eine Alternative ist der Wassererlebnisweg im östlichen Defereggental, in Hopfgarten. Er führt unter anderem zu einer alten Mühle, Teichanlagen und zu einem Kirchlein. Dieser Weg, insgesamt zirka eineinhalb Stunden, ist auch für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen geeignet!

Nur Beispiele. Es gibt weitere Themenwanderwege, die teils aber im Sommer mit Blumenpracht und Schmetterlingen attraktiver sind. In St. Jakob lohnt es sich auch, mit den Museen weiter in die Geschichte einzutauchen, vom einstigen Bergbau bis zu den Geheimnissen der Zirben.

Nach einer Tour kehrt man auf heimische Gaumenfreuden ein. Bodenständige Köstlichkeiten werden hier ebenso geboten wie die feine Küche. Ganz nach Gusto. Man wohnt nach Wunsch zu erschwinglichen Preisen in der Pension oder Ferienwohnung, im Gasthof oder im Viersterne-Hotel.(Urlaubsregion Defereggental)



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