1. Oktober 2012, Deutschland

TÜV Rheinland informiert über die richtige Wanderausrüstung

Es stärkt die Muskulatur, kurbelt das Immunsystem an und macht den Kopf frei. Wandern liegt im Trend. Rund 190.000 Kilometer markierte Wanderwege laden, laut Deutschem Tourismusverband, Profis wie Laien in ganz Deutschland zu Entdeckungstouren ein. Spaß und Erholung sind dabei auch von der richtigen Ausrüstung abhängig. Denn: Wandern ist kein Spaziergang, und wie bei jeder sportlichen Betätigung dienen Ausstattung und Bekleidung dem Schutz der Gesundheit sowie dem Wohlempfinden.

„Deshalb am besten Jeans und andere Baumwollsachen zu Hause lassen und stattdessen atmungsaktive Funktionskleidung anziehen“, meint Brigitte Hendel, TÜV Rheinland-Expertin für Sport- und Schutzkleidung. Funktionskleidung transportiert Feuchtigkeit schnell vom Körper weg und sorgt dafür, dass er nicht auskühlt. Bei der Bekleidung ist das Zwiebelprinzip angesagt: Je mehr Kleidungsschichten der Wanderer trägt, desto besser kann er seine Körpertemperatur damit regulieren: „Je wärmer es wird, desto mehr Kleidung wird abgelegt. Bei Wetterwechsel oder wenn es gegen Abend beziehungsweise in höheren Lagen abkühlt, wird mit den Bekleidungsschichten wieder aufgerüstet“, erklärt Brigitte Hendel. Besonders praktisch: Viele Trekkinghosen lassen sich per Reißverschluss kürzen, wenn es bei der Wanderung einmal heißer wird

Das richtige Schuhwerk spielt auf Wanderungen eine entscheidende Rolle. Die Schuhe müssen auf rutschigen und wackeligen Untergründen Halt geben und natürlich bequem sein. Ansonsten können zum Beispiel Blasen an den Fersen oder schmerzende Zehen die Wanderlust trüben. „Besser läuft es sich in passgenauen Wanderschuhen mit guten Profilsohlen, die wasserfest und dabei atmungsaktiv sind. Sie federn den Tritt ab und schützen den Fuß beim Laufen vor Stößen“, betont Expertin Hendel. Bei der Auswahl des Schuhwerkes gilt es zu bedenken, dass sich Füße ausdehnen und beim Wandern dickere Socken zum Einsatz kommen – die Wanderstiefel sollten daher eine Nummer größer gewählt werden. Für die Socken gilt übrigens das Gleiche wie für die Kleidung: keine Baumwolle. So bleibt der Fuß trocken und im Idealfall blasenfrei.

Auch Nordic-Walking-Stöcke sind sinnvoll. „Sie unterstützen die Gelenke und sorgen dafür, dass der Wanderer seine Knie nicht voll belastet“, sagt Brigitte Hendel.Wichtig für den Kauf: Stöcke, die das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit tragen, das TÜV Rheinland vergibt, wurden von Fachleuten unter anderem auf mögliche Schadstoffbelastungen hin überprüft. Nur wenn die Grenzwerte eingehalten werden, erhalten die Stöcke das GS-Zeichen. Außerdem halten sie den mechanischen Belastungen stand und knicken nicht einfach ein. (TÜV Rheinland)



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