5. Oktober 2012, Vermischtes

Welthundetag am 10. Oktober

Hunde spüren Verschüttete auf, orten Sprengstoff und Drogen. Sie führen Blinde, und warnen Diabetiker vor einer Unterzuckerung. Für viele, oft lebenswichtige, Leistungen sind Hunde berühmt. Zum Welthundetag am 10. Oktober erinnert der ZZF daran, dass Hunde auch das Alltagsleben vieler Menschen bereichern: „Hundehalter bleiben durch die Bewegung mit ihrem Hund fit und gesund, ältere Menschen fühlen sich mit ihrem Vierbeiner geliebt und weniger einsam: Hunde sind einfach soziale Talente“, schwärmt Ute Klein, Vizepräsidentin und Vorsitzende der Fachgruppe Heimtierpflege im Salon im Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF).

Hunde sind enge Freunde
Insbesondere Kinder profitieren vom Umgang mit Hunden: „Hunde sind für Kinder Freunde, die ihre Phantasie und Bewegung fördern, und sie können sich in hohem Maße stabilisierend auf das psychische Wohlbefinden auswirken“, sagt Prof. Dr. Reinhold Bergler vom Psychologischen Institut der Universität Bonn. Für die positive Wirkung sei vor allem die Intensität der Beziehung zum Hund entscheidend: „Wir konnten nachweisen, dass eine konstante, intensive und enge Kind-Hund-Beziehung schulisches Leistungs- und Sozialverhalten stimulieren und trainieren kann.“

Mittelgroße Hunde sind beliebt
Besonders beliebt bei den Deutschen sind mittelgroße Hunde bis 50 cm Schulterhöhe, vor allem Terrier und Apportierhunde, Stöberhunde und Wasserhunde. Insgesamt leben laut einer Studie des ZZF 7,4 Millionen Hunde in 5,3 Millionen deutschen Haushalten, und noch mehr Deutsche lieben Hunde: In einer Umfrage des ZZF unter Nicht-Tierhaltern gaben 60 Prozent der befragten Haushalte an, sich einen Hund zu wünschen.

Vor der Anschaffung eines vierbeinigen Hausgenossen müssen Tierfreunde bedenken, ob sie den Bedürfnissen des Tieres gerecht werden können: „Die meisten Hunde benötigen jeden Tag viel Auslauf. Sie sind Rudeltiere, das heißt, sie sind von Natur aus gesellig und akzeptieren das Alleinsein nur vorübergehend“, mahnt ZZF-Vizepräsidentin Ute Klein.

Verantwortungsbewusste Tierfreunde sollten Hunde nur bei seriösen Hundezüchtern kaufen. Eine sinnvolle Alternative zum Züchter ist das nächstgelegene Tierheim. Anfänger kommen am besten mit Hunden zurecht, deren Lebensweg möglichst lückenlos bekannt ist.

Familienhunde müssen herangezogen werden
Die Wiesbadener Trainerin für Menschen mit Hund, Inge Büttner-Vogt, hat eine Checkliste für die Anschaffung eines Hundes erarbeitet: „Tierfreunde sollten den Hund nicht nach Schönheit aussuchen, sondern überlegen, ob er in die Familie passt“, betont sie. In Fachliteratur oder bei Trainern können Hundefreunde sich umfassend über die Eigenheiten der verschiedenen Rassen informieren. Dennoch ist Büttner-Vogt der Meinung, dass es die typische Familienhund-Rasse nicht gibt: „Die Tiere sind unabhängig von der Rasse eigenständige Lebewesen mit unterschiedlichen Charakteren.“

Die Checkliste zur Anschaffung eines Hundes und Auswahl des Züchters gibt es unter www.zzf.de/tips. (ZZF)



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