22. Oktober 2012, Südtirol

Guercino-Ausstellung im Merkantilmuseum in Bozen

Zehn Gemälde des italienischen Barock-Starkünstlers „il Guercino“ (der „Schieler“), alias Giovanni Francesco Barbieri (1591-1666) und seine Künstlerwerkstatt, sind in Kürze in Bozen zu sehen. Der Künstler aus der Emilia Romagna galt in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts als einer der Besten. Aus seiner Hand stammen 106 Altarbilder und 144 weitere Gemälde.

Seine Werke werden vom 5. Dezember 2012 bis zum 27. Januar 2013 im Merkantilmuseum ausgestellt, ausgerechnet am Schauplatz eines seiner damaligen Auftraggeber. Für das Bozner Merkantilmagistrat malte Guercino nämlich am Höhepunkt seiner Karriere 1654 das Altarbild „Das Wunder von Storiano“ für die Dominikanerkirche Bozens, wo das Gemälde heute noch hängt. Es gilt als eines der sakralen kunsthistorischen Schätze der Stadt.

Hintergrund des Guercino-Schwerpunkts in der Weihnachtszeit in Bozen ist das Erbeben im Frühling dieses JAhres in Norditalien, von dem auch die Heimatstadt des Künstlers, Cento in der Nähe von Ferrara, schwer getroffen wurde. So auch dessen Pinakothek mit den Jugendgemälden des Künstlers. Nachdem diese Einrichtung nach dem Beben weitgehend saniert werden und darum länger geschlossen bleiben muss, stellt sie der Stadt Bozen einige ihrer bedeutendsten Werke als Leihgabe zur Verfügung. Ein Teil der Einnahmen dieser Ausstellung gehen außerdem nach Cento, um den Wiederaufbau der Pinakothek zu ermöglichen. Die Guercino-Werke wandern Ende Januar von Bozen nach Warschau und später nach St. Petersburg. (TV Bozen)



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