23. Oktober 2012, Kroatien

Erholung im traditionsreichen Kurort Opatija

Wenn sich die Kastanienbäume an der nostalgischen Opatija-Riviera unter den reifen Edelkastanien beugen, lädt nicht nur die Uferpromenade zu ausgedehnten Spaziergängen. Jetzt im Herbst ist auch das hoch aufragende Učka-Massiv mit seinem Naturpark ein verlockendes Wanderziel. Die Adria zeigt sich in herbstlichem Tiefblau, die Luft ist glasklar. Wanderer und auch Mountainbiker an der Riviera zwischen Lovran und Rijeka haben ein attraktives Ziel vor Augen: die steilen Felshöhen des Učka-Massivs, das sich gleich hinter Opatija steil erhebt. Die Kalkfelsen mit ihren einzigartigen Vorsprüngen, Rinnen und Spitzen bilden einen eindrucksvollen Wall, der die Riviera gegen die kalten Nordwinde abschirmt und gleichzeitig die natürliche Grenze ist zwischen dem Kvarner und der im Westen angrenzenden Halbinsel Istrien. Durch die unmittelbare Nähe des Meeres entsteht so ein Mikroklima, das einen üppigen Bewuchs mit teils seltenen und auch geschützten Pflanzen bis in die Gipfellagen begünstigt. Seit 1999 zählt die Učka, der Wolfsberg, zu den Naturparks Kroatiens und umfasst 160 Quadratkilometer.
Die Straße bis – fast – zum Gipfel führt durch malerische Dörfer wie Lovranska Draga mit meist mittelalterlichen Steinkirchen. Für Mountainbiker, die ihren Aufstieg an der Küste beginnen, sind eiserne Wadeln gefragt, sind doch 1.272 Höhenmeter bis zum ersten Gipfel Veli Planik zu bewältigen, bis zum Vojak gar 1.401 m. Die Mühe für Biker und Wanderer lohnt jedoch, denn an klaren Herbsttagen sind vom Vojak Turm die Inseln Cres und Krk, die Höhen des Nationalparks Risnjak, ein Großteil der istrischen Halbinsel und sogar die italienischen Alpen und die Lagunenstadt Venedig zu sehen. Aus der Nähe gibt es ebenso einiges zu betrachten, die Vielfalt an Pflanzen und Tieren kann in Begleitung eines Rangers – halb- oder ganztägig buchbar – in Kleinstgruppen von maximal vier Personen erkundet werden.

Einen Abstecher wert ist jedenfalls die Schlucht Vela Draga, ein einzigartiges Naturdenkmal, das bereits seit 1963 unter Schutz steht. Die Kalksäulen und –spitzen in dem canyonartigen Tal an der Westseite der Učka sind auch Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen, hier nisten etwa Wanderfalke, Alpensegler und Steinadler. Und laut archäologischen Funden in der Höhle Pupčina Peč war das eindrucksvolle Tal bereits um 12.000 vor Chr. bewohnt. Nostalgisches aus der jüngeren Vergangenheit findet sich entlang des Lungomare zwischen Lovran und Opatija, wenn die zwölf Kilometer lange Franz-Josefs-Promenade zwischen Adriawellen und imperialen Villen und Palais zu genüsslichen Herbstspaziergängen einlädt. (Tourismusverband Opatija/Tourismusverband Kvarner)



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