27. Oktober 2012, ADAC

Junge Autofahrer: ADAC setzt sich für Fahrsicherheitstraining ein

Jeder weiß es: Junge Autofahrer und Zweiradfahrer sind am meisten gefährdet im Straßenverkehr. Die Gruppe der 18- bis 24-Jährigen macht nur knapp zehn Prozent der Bevölkerung aus, verursacht aber mehr als ein Viertel aller Unfälle mit tödlichem Ausgang. Um dieses Risiko zu verkleinern und die Verkehrssicherheit insgesamt zu verbessern, diskutieren Experten aus ganz Europa auf Einladung des ADAC und der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) innovative Maßnahmen. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Verbesserung des Verkehrsverhaltens bei Fahranfängern.

Interessante Ergebnisse dazu bietet Österreich, wo insbesondere eine um ein Fahrsicherheitstraining erweiterte Fahrausbildung das Unfallrisiko junger Fahranfänger erheblich vermindert hat. Der ADAC sieht daher in der Optimierung der Fahrausbildung ein geeignetes Instrumentarium zur Verringerung der hohen Unfallzahlen. Insbesondere muss der Tendenz zur Selbstüberschätzung nach Erhalt der Fahrerlaubnis begegnet werden.

„Die Verkehrssicherheit bleibt sowohl national als auch im europäischen Maßstab eine zentrale Herausforderung. Beachtliche Erfolge konnten bis heute erreicht werden. Dennoch sind zur Senkung der Zahl der Verkehrstoten weitere Anstrengungen nötig, vor allem die Verbesserung der Ausbildung der jungen Verkehrsteilnehmer“, betont Ulrich Klaus Becker, ADAC Vizepräsident für Verkehr.

Auch der technische Fortschritt leistet seinen Beitrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Untersuchungen zu Antiblockiersystem(ABS)-Modellen bei Motorrädern beispielsweise beweisen, dass bei Kombination mit intelligenter Sensorik dieser Bremsassistent Leben retten kann. Der Club tritt deshalb vehement für eine serienmäßige ABS-Ausstattung bei Motorrädern ein.

Fahrerassistenzsysteme bergen sowohl Nutzen als auch Probleme, Notbremssysteme bei Pkw jedoch tragen eindeutig zur Reduzierung von Unfällen bei, wie der ADAC in seinem Test- und Technikzentrum festgestellt hat. (ADAC)



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