31. Oktober 2012, Saarland

Weihnachts- und Silvesteraufführungen im Staatstheater Saarbrücken

Wenn es draußen kalt und unfreundlich wird, sollte man am besten im Warmen seine Freizeit verbringen. So bietet das Staatstheater Saarbrücken einige schöne Produktionen an Weihnachten und um den Jahreswechesel an.

Eine Auswahl:
Am Sonntag, den 23. Dezember 2012 wird im Staatstheater Aladin und die Wunderlampe, eine Lyrische Märchenoper in drei Akten und elf Bildern gezeigt. Eine große italienische Oper, angesiedelt im magischen Reich von Tausendundeiner Nacht, die Kinder verstehen, die aber ebenso für Erwachsene geschrieben wurde. Aladin, arm und am Rande der Gesellschaft lebend, lässt sich durch einen raffgierigen Zauberer nicht hereinlegen und kommt so in den Besitz der Wunderlampe, deren Zauberkräfte ihn so reich werden lassen, dass er es wagt, um die Hand der Prinzessin Badral-Budur anzuhalten. Sie heiraten, leben glücklich in Frieden und Wohlstand, bis der Zauberer auftaucht und die Lampe wieder in seinen Besitz bringt. Jetzt ist die Not groß und guter Rat teuer.

Am 26. Dezember steht ein Dorf Kopf, wenn Max und Moritz im Staatstheater ihren Schabernack treiben – sieben Streiche für Lausejungs und Lausemädchen. Von Wilhelm Busch für alle ab 6 Jahre. Sie schrecken vor keinem Wagnis zurück, verärgern die Erwachsenen, piesacken Tiere und klauen alles, was nicht niet- und nagelfest ist.

Ebenso wird am 26. Dezember in der Alten Feuerwache gezeigt: Trinity, ein Tanzabend von Bernard Baumgarten, Marguerite Donlon und Fernando Hernando Magadan. Drei Künstler, die Körper, Tanz, Bewegung nutzen, um ungewöhnliche Wege zu finden, drei Länder, drei Blickwinkel: Diese Dreiheit verspricht Brisanz. Eine Menage à trois erobert sich Räume und liefert ein kontrastreiches Tanzpaket im intereuropäischen Kontext. Eine trianguläre Einheit, die ihre Winkel sprengt und herausschießt in verschiedene Richtungen, um sich vielleicht in einem spontanen Mittelpunkt wieder oder in der Lebensgeometrie neu zu erfinden.

Am 31. Dezember wird im Staatstheater die Premiere Lieber reich, aber glücklich, eine Operettengala gezeigt. Orchester, Solistinnen und Solisten schwelgen im Operettenfach, präsentieren wehmütig süffigen Lehár, frechen Johann Strauß, lassen Walzer und Polka anklingen, Csárdás erahnen und Wien an der Saar liegen. »Herz« darf sich auf »Schmerz« reimen; Glitter, Glimmer und die Federboa sind erlaubt. Tenoraler Schmelz, sopranistische Süße, baritonales Feuer beschwören die schönsten Momente des Lebens, in denen Lippen schweigen, Geigen nur noch flüstern und man ganz heimlich im Chambre separée verschwindet.

Gezeigt wird am 31. Dezember 2012: Die Kleinbürgerhochzeit in der Alten Feuerwache:
Dagmar Schlingmann inszeniert die »Kleinbürgerhochzeit« als Koproduktion mit dem Théâtre National du Luxembourg. So wird der erfolgreiche Austausch zwischen Theatern der Großregion nach dem TNL-Gaststpiel »Torquato Tasso« und dem 2007 begonnenen »Total Théâtre«-Projekt fortgesetzt.

Brecht zeigt in seinem Einakter, was bei der Hochzeitsfeier eines jungen Paares, zwischen Kabeljau und Dessert, alles schief laufen kann … nicht nur die Fassade bürgerlicher Wohlanständigkeit geht dabei zu Bruch, sondern auch das Mobiliar der Wohnung. Mit gerade 21 Jahren schrieb Brecht das Stück, das als einziger seiner frühen Einakter 1926 uraufgeführt wurde. Die Theorie des epischen Theaters lag da noch in weiter Ferne; stattdessen erzählt Brecht in der Tradition von Moritaten und Schaubuden-Szenen, die er auf dem Augsburger »Plärrer«, dem Jahrmarkt seiner Heimatstadt, kennenlernte. Ebenso inspirierten ihn die Kurzszenen und Sketche von Karl Valentin mit ihrem doppelbödigen Humor und ihrer oft ins Satirische übersteigerten Komik. Brecht gelang damit eine großartige Milieustudie und ein exzellenter Spaß zugleich.

Und wer ein Blick hinter die Kulissen werfen möchte sollte das Arrangement „Blick hinter die Kulissen“ buchen. Im Arrangement enthalten ist eine Übernachtung inklusive Frühstücksbuffet in einem Hotel der Innenstadt von Saarbrücken; eine Theaterkarte in der 1. und 2. Kategorie (je nach Verfügbarkeit), ein Glas Sekt und eine Brezel in der Theaterpause, eine Führung hinter die Kulissen und ein Programmheft pro Zimmer.
Preis pro Person ab 79,00 Euro im Doppelzimmer.
Zu buchen bei der Tourismus Zentrale Saarland, Franz-Josef-Röder Str. 19,66119 Saarbrücken, Tel. 0681- 9272040 E-mail: info@tz-s.de; Internet: www.tourismus.saarland.de

Karten und weitere Informationen zur Spielzeit sind erhältlich bei dem Saarländischen Staatstheater, www.theater-saarbruecken.de. (Tourismus Zentrale Saarland GmbH)



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