4. Dezember 2012, Heidiland

Winter-Wanderungen im Heidiland

Die Lust am Wandern kennt keine Winterpause. Zumindest nicht in einer der vielfältigsten Gegenden der Schweiz. Wenn sich die Natur in der Ferienregion Heidiland ihr weisses Gewand überstreift, wird jeder Spaziergang zum kleinen Abenteuer. Wer einmal die wärmenden Strahlen der Wintersonne auf seinen kalten Wangen gespürt und der Natur bei ihrem Winterschlaf zugeschaut hat, weiss: Auf Schusters Rappen die stille Landschaft zu erkunden hat seinen ganz eigenen Reiz. Den Alltag hinter sich lassen, durchatmen, Stress abbauen: Winterwandern ist Wellness für Körper und Geist.

Für Weitwanderer
In der Aktivdestination Heidiland kommen nicht nur sportliche Pistenflitzer auf ihre Kosten. Längst hat man in den beiden grossen Wintersportgebieten Flumserberg und Pizol auch attraktive Angebote für Winterwanderer geschaffen. Beispiel Flumserberg: Hier warten 26 Kilo-meter präparierte Wege darauf, begangen zu werden. Pinkfarbene Wegweiser sorgen für die nötige Orientierung im Gelände, die Bergbahnen führen ein spezielles Winterwanderticket im Angebot. Zudem steht dem Winterwanderer ein Prospekt mit Insidertipps und Routenvorschlägen zur Verfügung. Highlight ist die neugeschaffene Königstour für alle Langstrecken-Spezialisten unter den Wande-Vögeln: die Tageswanderung Flumserberg Ronda. Zu Fuss umrundet man dabei das gesamte Skigebiet. Unmöglich? Nein, unvergesslich!

Die erste Etappe der Flumserberg Ronda führt in gut 90 Minuten von der Alp Tannenboden zur Seebenalp auf 1600 m.ü.M. Im Winter treffen sich hier auf der Sonnenterasse des Berghotels Seebenalp hungrige und durstige Wintersportler zum Einkehrschwung. Am gefrorenen Grosssee entlang geht es weiter zum Sessellift Zigerboden, der einem hoch zum Maschgenkamm auf 2020 m.ü.M bringt. Via Maschgenlücke wandert man rund 30 Minuten abwärts, bis man das neu eröffnete Alprestaurant Panüöl auf 1803 m.ü.M erreicht. 75 Wanderminuten später erreicht man die Prodalp auf 1576 m.ü.M. Dort kehrt man entweder via Gondelbahn zum Tannenheim auf 1220 m.ü.M und mit dem Gratis-Sportbus wieder zum Ausgangsort zurück. Oder man nimmt noch einmal gut eine Stunde unter die Füsse und marschiert von der Prodalp über Madils zurück nach Tannenboden. Im geistigen Gepäck auf dem Nachhauseweg: unver-gessliche Bilder der Churfirsten, des Walensees und des Flumserberger Wahrzeichens, des Spitzmeilen.

Für Höhenflieger
Am Pizol geht es für Winterwanderer hoch hinaus. Mit einem speziellen Ticket gelangt man von Bad Ragaz oder Wangs aus auf den Panorama-Höhenweg. Dieser beginnt an den beiden Bergstationen Laufböden (Bad Ragaz) und Pizolhütte (Wangs). Und der Name der vier Kilometer langen Rundtour weit über der Nebelgrenze ist Programm: Die Aussicht auf der gut 1,5-stündigen Wanderung reicht von den verschneiten Gipfeln der Bündner und Glarner Alpen bis hin zum Bodensee. Winterfeste Wanderfreunde dürfen sich hier zudem auf Gesellschaft freuen. Neu in dieser Saison ziehen Langläufer auf der „Christa Jäger Höhenloipe“ zwischen Laufböden und Pizohütte ihre Spur. Zum ersten Mal in dieser Saison führt in diesem Winter auch ein präparierter Wanderweg von der Pizolhütte zum Bölli. Für den Hin- und Rückweg durch die tiefverschneite Landschaft sollte man rund 1,5 Stunden einrechnen. Die Alternative am Pizol für einen kurzen Abstecher: Der Winterwanderweg von Pardiel auf den Prodkopf (Gehzeit hin und zurück 1/2 Std). Hier trifft man auf eine Aussichtsplattform, von wo eine herrliche Sicht ins Tal und in die Bündner Herrschaft geniesst. Dieser Platz gehört zu den Orten des Staunens im Heidiland. 55 kraftvolle Plätze, die zum Energie tanken und abschalten einladen – je nach Lage auch im Winter.

Für Entdecker
Weit hinten im Taminatal ist die Natur noch so intakt, dass sich auch Wölfe und Bartgeier zusehends wieder heimisch fühlen. Hier in Vättis findet man im Winter vor allem eines: absolute Ruhe. Neben 20 Kilometer Langlaufloipen, wartet ein kleines, verstecktes Juwel auf Winterwanderer. Wo im Sommer Mountainbiker und Wanderer dem Kunkelspass entgegen streben, sorgt im Winter ein gespurter, 5 Kilometer langer Winterwanderweg dafür, dass man vom Dorfrand bis zum Bergrestaurant Eggwald kommt. Jeweils sonntags darf man sich hier auf eine kleine Stärkung freuen – und einen kostenlosen Ausblick auf die winterliche Bergwelt, die sich in der kalten Jahreszeit mit ihren weiten und bizarren Landschaften von ihrer schönsten Seite zeigt.

Apropos schön: Wer einmal vom Bergrestaurant Schönhalden in die darunterliegende Ebene des Seeztales und die gegenüberliegenden Churfirsten- und Alvierkette geblickt hat, hat eine Vermutung, woher das „schön“ im Flurnamen stammt. Dieses kleine Paradies erreicht man bequem ab Flums-Saxli mit der Gondelbahn. Hier sind Wanderer auch im Winter willkommen. Ein vier Kilometer langer gespurter Weg führt durch verschneite Tannenwälder und kokettiert mit spektakulären Ausblicken. Und eines ist garantiert: Je näher man dem Berggasthaus auf dem Rückweg kommt, desto grösser wird die Lust auf eine jener Köstlichkeiten, die man bereits beim Abmarsch auf der Speisekarte im Aushang entdeckt hat. (Heidiland Tourismus AG)



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