28. Dezember 2012, Deutschland

Deutschland als Reiseziel auf der Überholspur

Das Deutschland-Incoming liefert auch in den ersten neun Monaten des Jahres 2012 wieder deutliche Zuwächse. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der ausländischen Übernachtungen von Januar bis September 2012 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,6 Prozent gestiegen. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum fast 54 Millionen Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland in Beherbergungsbetrieben mit mehr als zehn Betten gezählt. Dabei hat sich auch die Zahl der internationalen Übernachtungen auf Campingplätzen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sieben Prozent auf 3,9 Millionen erhöht. „Das Reiseland Deutschland hat weiter starken Aufwind und präsentiert sich mit einer sehr guten Bilanz für die ersten drei Quartale. Dies bestätigt unsere Erwartung, dass wir im Gesamtjahr 2012 zum dritten Mal in Folge ein hervorragendes Ergebnis erreichen können“, betont Ernst Burgbacher, MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und Beauftragter der Bundesregierung für Mittelstand und Tourismus.

Deutschland besonders beliebt bei Gästen aus Europa
Laut aktuellem Trendtelegramm von IPK International entwickelt sich das Reiseland Deutschland im Vergleich zu anderen Reisezielen besonders positiv. „Von Januar bis August 2012 ist die Zahl aller Reisen von Europäern nach Deutschland um sieben Prozent gestiegen, während die Reisen der Europäer ins Ausland im selben Zeitraum nur um zwei Prozent gewachsen sind. Die Incoming-Entwicklung nach Deutschland besitzt im europäischen Vergleich eine hohe Wachstumsdynamik“, erläutert Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT). Insbesondere die Geschäftsreisen entwickeln sich mit einem Plus von zwölf Prozent aus Europa sehr positiv für das Reiseland Deutschland – beruflich motivierte Reisen aus Europa insgesamt legten lediglich um acht Prozent zu.

Übernachtungsvolumen aus Europa weiterhin auf konstant hohem Niveau
Auch die Übernachtungen aus Europa entwickeln sich weiterhin sehr positiv: Insgesamt sind von Januar bis September 2012 fast 41 Millionen Übernachtungen aus Europa gezählt worden. Dies entspricht einem Plus von 7,5 Prozent im Vorjahreszeitraum (38,1 Millionen Übernachtungen Januar bis September 2011). Die Niederlande als der wichtigste Quellmarkt für das Reiseland Deutschland entwickeln sich dabei mit einem Plus von drei Prozent bei den Übernachtungen in den ersten neun Monaten des Jahres konstant positiv. Die Schweiz legt in derselben Zeitspanne als zweitwichtigster Quellmarkt für das Deutschland-Incoming mit über zehn Prozent im Übernachtungsvolumen stetig zu. Das Wachstum lässt sich insbesondere auf das überaus gute Preis-Leistungsverhältnis im Reiseland Deutschland zurückführen.

Zuwächse aus Osteuropa nach wie vor überproportional
Das Wachstum aus Osteuropa trägt in den ersten drei Quartalen des Jahres 2012 weiterhin in hohem Maß zur Übernachtungsstatistik des Reiselandes Deutschland bei. Als großer Volumenmarkt erreicht Polen einen Zuwachs von 19,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Auch aus der Tschechischen Republik (plus 16,3 Prozent) und Ungarn (18,4 Prozent) sind wieder Zuwächse vermeldet worden. Weiter im Aufwärtstrend für das Deutschland-Incoming ist ebenfalls die Türkei mit einem Plus von 13,5 Prozent von Januar bis September 2012.

BRIC-Staaten legen weiterhin stark zu
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind dank der weiterhin guten wirtschaftlichen Entwicklung auch die Übernachtungszahlen aus den BRIC-Staaten bemerkenswert gestiegen. So entwickelt sich der aufstrebende Markt Russland mit einem Zuwachs von 26 Prozent, dicht gefolgt von China, das ein Plus von 22,8 Prozent vermeldet, sehr erfreulich. Brasilien und Indien wachsen mit einem starken Plus von 20,7 Prozent und 10,4 Prozent in den ersten drei Quartalen 2012. (DZT)



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