1. Januar 2013, Sport

Winter-Jogging: Richtige Atmung schützt die Bronchien

Dunkelheit, kalter Wind, Minusgrade – im Winter kostet Joggen häufig Überwindung. Doch wer in Form bleiben möchte, für den gilt: Rein in die Joggingschuhe und raus an die frische Luft. „Bewegungsmangel ist ein Problem in Deutschland. Und gerade bei schlechter Witterung fällt die Motivation dafür schwer. Aber gejoggt werden kann so gut wie bei jedem Wetter“, versichert Dr. Martin Sachs vom TÜV Rheinland Kompetenzzentrum für Gesundheitsmanagement. Wer alleine keinen Spaß daran findet oder sich in der Dunkelheit nicht sicher genug fühlt, verabredet sich am besten mit anderen Läufern. Vorsicht ist geboten auf feuchten Untergründen wie Laub oder Schnee – geeignete Laufschuhe mit rutschfestem Profil sollten daher im Einsatz sein.

Bei der Wahl der Kleidung empfiehlt der TÜV Rheinland-Experte atmungsaktive Funktionskleidung aus Mikrofasern. Ideal sind drei Schichten, wobei die unterste Schicht aus Material sein sollte, das die Feuchtigkeit von der Haut abführt, ein Schutz vor der Kälte und bei Bedarf noch regen- oder schneefeste Oberbekleidung. „Da der Körper vor allem über die Arme, die Beine und den Kopf Wärme verliert, sollten spezielle Winter-Laufsocken, Handschuhe, Halstuch sowie eine Mütze zur Grundausstattung gehören“, erklärt Dr. Martin Sachs. Reflektierende Streifen auf der Kleidung und Leuchtarmbänder helfen dabei, besser gesehen zu werden. Und das Gesicht schützt eine Pflegecreme vor der Kälte.

„Besonders für Asthmatiker ist eine individuelle sportmedizinische Beratung sehr wichtig, bevor bei Minustemperaturen mit dem Lauftraining begonnen wird“, sagt Dr. Martin Sachs. Denn die beim Laufen eingeatmete Luft stellt eine starke Belastung für die Bronchien, Stirn- und Nebenhöhlen dar. Auch für Nicht-Asthmatiker gilt: Durch die richtige Atemtechnik – nämlich langsam durch die Nase – wird die Luft angewärmt, bevor sie in die Lungen strömt. Darum ist es gerade im Winter ratsam, im niedrigen Trainingsbereich zu laufen. Ebenso wie die Atemwege ist auch die Muskulatur bei Kälte anfällig. Eine Aufwärmphase in geschlossenen Räumen bei Zimmertemperatur hilft dabei, die Durchblutung zu fördern, Muskeln und Gelenke zu mobilisieren und so Verletzungen wie Zerrungen und Verhärtungen vorzubeugen. „Der Flüssigkeitsbedarf wird bei Kälte eher unterschätzt, darum auch im Winter ausreichendes Trinken nicht vergessen“, betont Gesundheitsexperte Dr. Sachs. (TÜV Rheinland)



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