22. Januar 2013, Graubünden

Engadin Scuol Samnaun Val Müstair: Angebotsentwicklung als Basis für das touristische Marketing

Eine hohe Angebotsqualität und die Ausrichtung auf erlebbare Natur- und Kulturwerte sind in der Ferienregion Engadin Scuol Samnaun Val Müstair von zentraler Bedeutung. Aus diesem Grund wurde von der ehemaligen Engadin Scuol Tourismus AG bereits vor sechs Jahren ein entsprechender Arbeitsbereich «Angebotsentwicklung» ins Leben gerufen. Heute ist die Angebotsentwicklung auch für die Tourismus Engadin Scuol Samnaun Val Müstair AG (TESSVM) die zentrale Grundlage für eine konsequente Weiterentwicklung der Angebotsqualität. In der aktuellen Jahresbilanz stechen die Teilbereiche «Nachhaltigkeit» und «Mobilität» besonders hervor.

„Im Einklang mit der DNA unserer Destination“
Vor sechs Jahren als Folge des Schweiz Tourismus-Projektes «Allegra in Svizra» durch die Engadin Scuol Tourismus AG ins Leben gerufen, leistet die Angebotsentwicklung heute wichtige Basisarbeit als Voraussetzung für das touristische Marketing sowie für die Gäste-Information und -betreuung. Gemäss Tourismusdirektor Wohler fördert die Angebotsentwicklung nebst der Erlebnisqualität vor allem die Positionierung der Destination. Sie mache konsequent die Natur- und Kulturwerte erlebbar und habe dabei stets die „DNA der Destination“ zu berücksichtigen. Konkret heisst dies, dass sie jene angebotsrelevanten Projekte und Kooperationen aktiv verfolgt, welche den unaustauschbaren Stärken der Region entsprechen. Über die letzten Jahre entstand ein breites Netzwerk zu Exponenten aus Regionalwirtschaft, Politik, Landwirtschaft, Natur- und Landschaftsschutz sowie Wissenschaft. Mit der Gründung der Destinations-Managementorganisation Tourismus Engadin Scuol Samnaun Val Müstair AG (TESSVM) wuchs vor zwei Jahren auch der Einsatzbereich der Angebotsentwicklung. Denn trotz der strukturellen Grösse der Destination ist für den Gast das Erlebnis vor Ort von zentraler Bedeutung.

Mobilität, Nachhaltigkeit und mehr Effektivität
Das Jahr 2012 war für die Angebotsentwicklung der TESSVM bislang das ereignisreichste: Mit der Einführung des Gepäcktransport-Services «Domizil da Vacanzas» vereinfachte die Destination die ÖV-Anreise ihrer Gäste massgeblich. Dadurch kann das Reisegepäck bis ins Hotel oder vor die Ferienwohnungstür geliefert werden. Das Angebot läuft seit über sieben Monaten erfolgreich für das Unterengadin und Samnaun. Ab Mai 2013 gilt der Service auch für das Val Müstair. Weiter konnte die Angebotsentwicklung in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Lavin die erste Ortsbroschüre für einen einzelnen Ferienort produzieren. Alle weiteren Orte folgen. In Kooperation mit der «Fachstelle für Tourismus und Nachhaltige Entwicklung» der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (zhaw) konnte eine 100%-Praktikumsstelle in Scuol geschaffen und mit Kathrin Ehrensperger besetzt werden. Die Stelle ist komplett der Angebotsentwicklung zugeteilt und bringt durch den direkten Draht zur zhaw Wissenschaft und Praxis effektiv zusammen. Eines der Projekte hat die Förderung lokaler Produkte im touristischen Angebot zum Ziel. Als weiteres Beispiel konnte die TESSVM im Jahr 2012 ein unternehmensweites Nachhaltigkeits-Management einführen. Aktuelle Resultate dieses strategisch wichtigen Teilprojekts sind ein umfassendes Konzept zur «Corporate Social Responsibility» der Firma und die Auszeichnung als Klimaneutrale Unternehmung.

Öffentlicher Verkehr, Ortsentwicklung und konsequenter Austausch
Als Schlüssel zu den Erlebnissen ist der Öffentliche Verkehr in einer derart grossen Destination der wichtigste Faktor. Dementsprechend spielt die Kooperation mit Rhätischer Bahn und Postauto eine zentrale Rolle in der touristischen Angebotsentwicklung. Das neue Jahr steht für die TESSVM aber auch im Zeichen der engen Zusammenarbeit mit lokalen strategischen Partnern. Die Destinationsmanagement-Organisation beabsichtigt, diese branchenübergreifenden Kooperationen noch zu intensivieren. So zum Beispiel mit den Gemeinden im Bereich der Ortsentwicklung, mit Klima- und Naturschutzorganisationen oder in weiteren Teilprojekten zu den Themen «Landwirtschaft», «Wasser» oder «Gesundheit». Dabei liegt es in der Natur solcher Pionierprojekte, dass sie nebst Individuallösungen sehr viel Koordinationsarbeit erfordern. Wie Michael Leibacher, Leiter Angebotsentwicklung der TESSVM betont, ist die Vernetzung all dieser unterschiedlichen Anspruchsgruppen dabei die grösste Herausforderung. Es gelte, „den Spagat zwischen Nutzung und Schutz“ zu schaffen und den „Tourismus unter Berücksichtigung lokaler Interessen“ zu fördern. Und dafür brauche es den konsequenten, aktiven Austausch mit jedem Einzelnen. (Tourismus Engadin Scuol Samnaun Val Müstair AG)



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