3. März 2013, Mannheim

Volle Storchennester im Mannheimer Luisenpark

Wenn man dieser Tage im Luisenpark nach oben schaut, stellt man fest, dass es wieder voller wird in den Nestern der Störche. Die ersten Vorboten des Frühlings sind aus ihren südlichen Winterquartieren zurückgekehrt. Da der Storch ein so genanntes nesttreues Tier ist, zieht er wieder dort ein, wo er auch im letzten Jahr gewohnt hat. Probleme gibt es, wenn dort schon ein Neuzugang sitzt, also etwa ein gebürtiger Hamburger oder Münchner Storch, der sich ausnahmsweise überlegt hat, umzuziehen. „Dann kommt es zu Revierkämpfen und es geht nicht selten heiß her“, sagt Parkbiologin Andrea Gerstner. Welches Weibchen im Nest sitzt ist für die Herren Storch dagegen nicht so relevant oder anders ausgedrückt: Die Frau, die im Nest sitzt, wird genommen. Hauptsache die „eigene Hütte steht noch“!

Nachdem die Nestverteidigung abgeschlossen ist, beginnen die Paare zu kopulieren. Das erste Paar kann man übrigens schon dabei beobachten und zwar im Nest über der großen Vogelvoliere, in das man via Storchen-TV direkt hineinsehen kann. Dort dürfte dann auch das erste Ei liegen. „In der Regel schlüpfen die ersten Jungstörche im Mai“, so Gerstner. Wer das Ganze aus der Nähe beobachten will, kann dies sogar von zu Hause aus tun. Unter www.luisenpark.de/mein-luisenpark/storchenwebcam werden die Geschehnisse im Nest direkt live auf den heimischen Computer übertragen.

Im Luisenpark Mannheim lebten im letzten Jahr 31 Brutpaare, die insgesamt über 70 Jungen bekamen. „Zu Hochzeiten haben wir hier im Park um die 130 Störche“, erläutert Gerstner. „Die Jungen ziehen allerdings dann weiter und lassen sich erst nach zwei bis drei Jahren bei Geschlechtsreife dauerhaft nieder – entweder im Park oder auch andernorts.“ Die Mannheimer Storchenkolonie ist eine der größten innerhalb einer deutschen Metropole. (Stadtpark Mannheim gemeinnützige GmbH)



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