4. März 2013, Kalifornien

Abenteuer Natur in Palm Springs

Ein Bächlein plätschert fröhlich über Felsen und Steine. Daneben windet sich der Wanderweg durch Schluchten und atemberaubende Landschaften. Sattgrüne Fächerpalmen bilden ein raschelndes Blätterdach, das Schatten spendet. Singvögel trällern ihr vielstimmiges Lied, Kolibris laben sich an den Blüten und Echsen huschen über glatte Felsbrocken. Hier in den Indian Canyons ist es ein klein wenig wie im Paradies.

Die Indian Canyons, das sind vier fruchtbare Schluchtenlandschaften, nur wenige Minuten Autofahrt von Palm Springs entfernt. Jede davon bezaubert mit ihrer ganz eigenen Schönheit: Der üppig grüne Palm Canyon mit dem weltgrößten Bestand an kalifornischen Fächerpalmen, der Andreas Canyon mit seinen engen Felsschluchten, der Chino Canyon mit seiner landschaftlichen Weite und der Murray Canyon, einsam und abgeschieden. Zusammen bilden die Indian Canyons eines der eindrucksvollsten Naturabenteuer im Westen der USA – als Drehort des Spielfilms „Lost Horizon“ gelangten sie übrigens bereits 1935 zu weltweiter Berühmtheit.

Legenden um den Indianer-Schamanen Tahquitz
Nur wenig entfernt liegt der felsige Tahquitz Canyon – der Legende nach irrt hier bis heute der Geist des verbannten Indianer-Schamanen Tahquitz umher. Die indianische Geschichte lebt aber in allen Canyons fort. Denn einst waren es die Cahuilla-Indianer, die diese fruchtbare Gegend als Lebensraum entdeckten, kultivierten und nachhaltig prägten. Ihre Spuren lassen sich in Form von Felsenkunst, Bewässerungsgräben, alten Mörsern und Getreidemühlen bestaunen.

Die Wanderwege in den Indian Canyons und dem Tahquitz Canyon haben unterschiedliche Schwierigkeitsstufen. Die meisten Touren lassen sich aber mit festem Schuhwerk auch für Ungeübte bewerkstelligen. Die Parkverwaltung bietet zusätzlich geführte Wanderungen an. Reitausflüge und Jeep-Touren sind über verschiedene Anbieter buchbar. Weitere Informationen unter www.indian-canyons.com und www.tahquitzcanyon.com.

Klapperschlangen und bizarre Felsformationen im Joshua Tree Park
Palm Springs ist der ideale Ausgangspunkt für einen Besuch des Joshua Tree National Parks. Der Nationalpark zwischen Colorado- und Mojave-Wüste und den Little-San-Bernardino-Bergen fasziniert durch seine außergewöhnlichen Fülle an Flora und Fauna – das Wüstenschaf fühlt sich hier ebenso zu Hause wie 250 Vogelarten, der Koyote und sechs verschiedene Klapperschlangen-Arten. Seinen Namen hat der Park vom Joshua Tree, einer Palmenart, die hier ganze Wälder bildet. Ein Geologie-Spektakel sind die bizarren Felslandschaften, die sich in jahrtausendelanger Entwicklung durch die Kräfte von Tektonik, von Wasser und Erosion herausgebildet haben. Der 200.000 Hektar große Park rund 30 Kilometer östlich von Palm Springs ist ein hervorragendes Ziel für kurze oder mehrtägige Wanderungen, Mountain-Biking und Klettern. Mehr Informationen bietet die Website www.nps.gov/jotr/index.htm.

Hoch hinaus mit der Aerial Tramway
Eigentlich aber beginnt das Abenteuer Natur bereits mitten in Palm Springs. Rund um die im flachen Coachella-Valley gelegene Wüstenstadt bäumen sich imposante Gebirgsmassive auf, die eine geradezu dramatische Kulisse schaffen. Ob der Besucher am Hotelpool relaxt, aus dem Fenster sieht, beim Abschlag am Golfplatz steht oder auf der Shopping-Meile Palm Canyon Drive flaniert – der Blick auf die zum Teil über 3.000 Meter hohen Gipfel ist allgegenwärtig. Und während die Hitze im Tal flirrt, verheißen die kahlen, im Winter schneebedeckten Bergkämme des Mount-San-Jacinto-Massivs Abkühlung. Ein Wunsch, den die Palm Springs Aerial Tramway in gerade mal zehnminütiger Auffahrt erfüllt. Die „Aerial Tram“ bringt die Fahrgäste von der Talstation aus über die wilden Formationen des Chino Canyon hinauf auf 2.600 Höhenmeter – immer mit 360-Grad-Rundum-Blick. „Die Auffahrt entlang der steilen Felswände und Abhänge zeigt eindrucksvoll die Macht der Natur“, sagt Lena Zimmerschied von der Palm Springs Aerial Tramway, die übrigens die größte rotierende Seilbahn der Welt ist. „Vielen unserer Gäste bleibt erst einmal die Luft weg, wenn sie die Schönheit der Wüste tief unter sich erblicken“.

Der Kontrast zwischen der trockenen Wüstenlandschaft im Tal und der alpinen Wald- und Berglandschaft an der Bergstation ist tatsächlich einzigartig. Im angeschlossenen Mount San Jacinto State Park warten fast 90 Kilometer Wanderwege – oft mit spektakulären Ausblicken ins Tal. „Wo sonst kann man in zehn Minuten die Welt der Swimmingpools gegen die Welt des Schneeschuhlaufens tauschen?“, sagt Lena Zimmerschied und bringt damit das Erlebnis Aerial Tram auf den Punkt.

Wer mehr über die Palm Springs Aerial Tramway erfahren möchte, die in diesem Jahr ihr 50. Jubiläum feiert, kann sich unter www.pstramway.com informieren. (Palm Springs Bureau of Tourism)



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