27. April 2013, Irland

Die Geschmackskultur von Dublin entdecken

Es geht um innovative Küche, Trendsetting und vernünftige Preise, wo Dublin neuerdings pulsiert und Saturday Night Fever auslöst. Zwischen der South William Street, Castle Market, Fade Street und Georges Street hat sich ein hippes Ausgehviertel abseits des szenebekannten Temple Bar Quarter wie aus einem Pop-up Menü entwickelt. Ethnische Küche lebt neben lokaler junger Küche mit Zutaten aus dem Gemüsegarten Irlands auf. Modische Fast-Food Restaurants, schicke Cafés, ultimative Bars mit starker Musik und dazu traditionelle Pubs lockern die etablierte Szene der in den fetteren Jahren des Celtic Tiger gewachsenen Michelin-Stern-Restaurants auf. Denn wenn auch die Zahlkraft der Dubliner kaum mehr so tigerstark ist wie sie einmal war, haben sie Lust auf coole Küche und stylishes Nightlife. In der South William Street, steigt man in die D2-Szene ein.

Die Geschmacksknospen und das Rating im sozialen Netzwerk bedient das Hippster-Lokal Damson Dinner mit asiatischer und amerikanischer Küche. Das Pop-up Menü beschränkt sich auf „Napf“, „Grill“ und „Happen“ in relaxter Atmosphäre. Und zu süßen Früchten gibt es geistigen Stoff aus dem Regal der irischen Hochprozentigen.

Genau richtig liegt man etwas weiter die Straße herunter mit Eden Bar and Grill für leichte Snacks, moderne Bistroküche, immer mit Empfehlungen des Chefs, Cocktails und Live Jazz. Dublins Gastrokritik hebt den Ableger von „Eden“, einem Top-Restaurant in Temple Bar, in den siebten Himmel.
Um echte Burger-Kultur mit biologischen Zutaten vom Rind über die Saucen bis zur organic Cola geht es im Jo´Burger. Es gibt einige Burger-Tempel in Dublin, aber dieser ist mit seinem Live DJ und den Speisekarten als Comicmagazinen „the funkiest“.
Die Fade Street ist der andere D2-Spot, bei dem man glauben könnte, Dublins Food Blogger, Facebook, Twitter und andere soziale Netzwerker wie auch die Kundschaft seien allesamt in einer Mission unterwegs: Dublins Einstellung zum Essen auf den Kopf zu stellen. Das fängt schon mit den Namen der Lokale an.
L´Gueuleton, ein Klassiker im Quartier und immer noch a-Klasse, ist empfohlen für französisch beeinflusste Küche und den Fensterblick auf die Fade Street, um die Horden von „Trendies“ in die Bars strömen zu sehen.

Nach der No Name Bar braucht man die Dubliner gar nicht erst fragen. Sie heißt auch Secret Bar, The Bar with No Name, 3 Fade Street und The Snail Bar. Und man braucht auch nicht erwähnen, dass sie eine morsche Treppe hinauf über dem L´Gueuleton liegt. Sie ist einfach die No Name Bar der Mittezwanziger und –dreißiger. Alle irgendwie Studenten, Künstler und Professionals, die gerne Mojito trinken.

Fade Street Social sammelt die Kundschaft beider Stilrichtungen unter einem Dach in zwei Lokalen. Einer Gastro Bar, die eine Tellerflut von Tapas zu Bier und Wein bietet, und einem eher traditionellen Restaurant, in dem mit Fisch, Fleisch und Trüffelöl viel Gutes geschieht.
Zwei weitere individualistische Einrichtungen der Dublin2-Community bewegen sich im Fahrwasser der ober-coolen Welle. Beide fangen das leichtlebige Ambiente der New Yorker und Londoner Restaurantszene ein. Im At 777, oder auch Triple 7, muss man – entgegen der irischen Tradition – keine Tische reservieren und kann zu jeder beliebigen Zeit „aufschlagen“. Facebook gibt bekannt, was in diesem ultra-chic Mexican Restaurant los ist und ob Tische frei werden.

Im Bear geht es rund ums Rind. Im Prinzip ein Remake der traditionellen Steakhouses, ist es der momentane Bär der Szene.
Und wenn man auch ganz ohne die Coolness die umtriebige D2-Meile abklappern will, geht man einfach trendy angezogen in die „old man´s pubs“ der alten Schule. Grogans und The Long Hall sind die Klassiker.

Die feinsten Cocktails in entspannter Atmosphäre gibt es bei Hogan´s oder Coppinger Row.
Soweit bis hier hin. Dublin sieht noch kein Ende der Lifestile- und Eaterie-Revolution. Als das 777 auf Facebook als neuer Stern am Himmel gepostet wurde, hieß es für potenzielle Partygänger: „Sagts allen weiter und bringt die kreativen Säfte in Wallung!!“. Und so bleibt Dublin drauf und dran #Sweet and #Cosy: www.ireland.com /www.visitdublin.com (Irland Information)



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