16. Juli 2013, Kenia

Tierwanderung in der Masai Mara wieder gestartet

In der Masai Mara in Kenia hat die große Tierwanderung ungewöhnlich früh begonnen: Bereits in der zweiten Junihälfte erreichten die ersten aus der Serengeti kommenden Gnu- und Zebraherden den Sand River im kenianisch-tansanischen Grenzgebiet. Wenige Tage später überquerte die erste Vorhut der riesigen Herden den Mara-Fluss.

Jedes Jahr vereinigen sich in der tansanischen Serengeti gegen Einsetzen der Trockenzeit rund 1,5 Millionen Gnus und Zebras, um als gigantische Herde in die noch frischen Weidegründe in der Masai Mara, dem kenianischen Teil des Serengeti-Ökosystems zu ziehen.

Ihren Höhepunkt erreicht die Tierwanderung in der Regel im Zeitraum August bis Oktober, wenn so viele Gnus und Zebras durch die Weiten der Masai Mara streifen, dass sich die Herden für den Betrachter mitunter bis weit über den Horizont hinaus erstrecken. Wer dieses Naturschauspiel einmal miterlebt hat, wird den Anblick, den Geruch sowie das laute Blöken und Schnauben der Tiermassen nie mehr vergessen.

Auf ihrer Wanderung müssen die Herden mehrmals Flüsse überqueren, was vor allem an den steilen Ufern des Mara-Flusses zu einer enormen Herausforderung wird. Oft drängen sich die Tiermassen tagelang vor den Steilufern, bis das erste Tier den Absprung in die Fluten wagt. Danach gibt es kein Halten mehr – Hunderte bis Tausende Artgenossen folgen diesem Beispiel und stürzen sich in einem wilden Spektakel das Steilufer hinunter. Nicht alle Tiere erreichen das gegenüberliegende Ufer: Viele der Gnus und Zebras brechen sich im Gedränge die Beine, ertrinken oder werden Opfer der meterlangen Nilkrokodile.

Für Aasfresser ist der Tisch während dieser Zeit reich gedeckt: An den Flussbiegungen und Sandbänken lauern Geier, Schakale und Hyänen auf antreibende Tierkadaver. Aber auch für Raubtiere, allen voran für Löwen und Leoparden, verspricht die Tierwanderung ein üppiges Nahrungsangebot.

Eine Safari in die Masai Mara ist allerdings zu allen Jahreszeiten, selbst zur Regenzeit im März / April ein beeindruckendes Erlebnis: Lediglich ein Großteil der Gnus und Zebras wandert ab Ende Oktober zurück in die Serengeti. Die meisten anderen Savannentiere, darunter Elefanten, Büffel, Giraffen sowie verschiedene Gazellen- und Antilopenarten halten sich ganzjährig in der Masai Mara auf. Mitunter gibt es auch Überraschungen: So wurde seit Juni eine Pferdeantilope mehrfach im südlichen Teil des Schutzgebietes beobachtet, nachdem die seltene Art hier seit den 1990er Jahren als ausgestorben galt. Berühmt ist die Masai Mara außerdem für ihren dichten Bestand an großen Raubkatzen. Kaum irgendwo in Afrika kann man so gut Löwen, Leoparden und Geparden beobachten, wie in den Grassavannen der Masai Mara.

Safari-Urlaubern steht eine große Auswahl verschiedener Unterkünfte zur Verfügung, vom einfachen Campingplatz bis hin zu luxuriösen Lodges und Zeltcamps. Die Anreise in die Masai Mara erfolgt ab Nairobi entweder in einer mehrstündigen Fahrt mit dem Geländewagen oder per Kleinflugzeug. Zu den neuesten Unterkünften im Gebiet der Mara gehören das Olare Mara Kempinski und das am 1. August eröffnende Mahali Mzuri aus Richard Bransons Virgin Limited Edition.

Ein besonders exklusives Naturerlebnis bieten dabei die so genannten „Conservancies“, kommunal verwaltete Schutzgebiete am Rande der Masai Mara. Die Camps und Lodges in diesen Conservancies orientieren sich streng an den Prinzipien des Ökotourismus. Da auch die tägliche Anzahl der Besucher in diesen Gebieten beschränkt ist, hat man dort als Gast selbst in der Hochsaison die Möglichkeit, die Natur vollkommen ungestört zu genießen.(Kenya Tourism Board)



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