16. August 2013, Eifel

Tourismus in der Eifel soll klimafreundlicher werden

Der Tourismus in der Eifel soll klimafreundlicher werden. Dabei helfen soll das Förderprojekt „KlimaTour Eifel – Netzwerk Klimaschutz und Tourismus“, das der Naturpark Nordeifel gemeinsam mit der Städteregion Aachen und den Kreisen Euskirchen und Düren ins Leben gerufen hat. Ein erster Schritt ist bereits gemacht: Die ersten sieben Unterkunfts- und Gastronomiebetriebe wurden nun mit dem Siegel „Klimafreundliche Gastgeber“ ausgezeichnet.

Voraussetzung hierfür ist der Erwerb der Umweltmarke „Viabono“, die ein umweltgerechtes und nachhaltiges Wirtschaften bescheinigt, sowie das Erlangen der zugehörigen CO2-Bilanz, die die Klimafreundlichkeit des Betriebs auch für Gäste transparent darstellt.

Einer Untersuchung zufolge versuchen die Eifeler Tages- und Übernachtungsgäste jährlich 250.000 Tonnen CO2-Emissionen. Das entspricht dem Ausstoß von 22.000 Deutschen. Der Naturpark Nordeifel und seine Partner wollen diesen Wert mit Hilfe des Projekts nun reduzieren und damit dazu beitragen, dass die Klimaschutzziele Nordrhein-Westfalens erreicht werden. Diese sehen vor, die Treibhausemissionen bis 2020 um mindestens 25 Prozent und bis 2050 um 80 Prozent im Vergleich zu 1990 zu reduzieren.

Das Klimaschutzprojekt, in das 280.000 Euro investiert werden, wird zu 80 Prozent vom nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerium und der Europäischen Union gefördert. Mit der Initiative reagiert die Region auch auf die wachsende Nachfrage nach nachhaltigen touristischen Angeboten. So gaben etwa in der Reiseanalyse2013 der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen rund 40 Prozent der Befragten an, sie wünschten sich einen möglichst ressourcenschonenden und umweltfreundlichen Urlaub. Den will die Eifel mit ihrem Klimaprojekt gewährleisten. (nrw-tn)



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