27. Juni 2014, Flughafen Nürnberg

Flughafen Nürnberg: deutlicher Passagierrückgang im Jahr 2013

3,315 Millionen Passagiere wurden im Jahr 2013 am Airport Nürnberg gezählt. Dies entspricht einem Rückgang von 8,0 Prozent. Vor allem die Einstellung des airberlin-Drehkreuzes und damit die Ausdünnung des touristischen Angebots wirkten sich negativ aus. Die Anzahl der Passagiere, die in Nürnberg aus- oder einstiegen (Lokalpassagiere), blieb jedoch stabil und der Linienverkehr konnte mit 2,6 Prozent Wachstum auf 2,1 Millionen Fluggäste sogar leicht zulegen.

Verkehrsentwicklung
Der Konsolidierungskurs der beiden größten deutschen Airlines Lufthansa und airberlin prägte im Jahr 2013 maßgeblich die Entwicklung des deutschen Luftverkehrs und im besonderen Maße des Airport Nürnberg: Die Zahl der Fluggäste ging im Vergleich zum Vorjahr um 8,0 Prozent auf 3,315 Millionen Passagiere zurück. Auch die Zahl der Flugbewegungen war rückläufig: Von Januar bis Dezember 2013 wurden am Airport Nürnberg 62.644 Flugbewegungen notiert. Das entspricht einem Minus von 2,7 Prozent.

airberlin als größter Kunde des Airports hat sein Flugangebot stark reduziert. Der Winter 2013/2014 war der erste seit 18 Jahren, in dem kein Winterdrehkreuz am Airport Nürnberg durchgeführt wurde. Eine veränderte Fokussierung im Geschäftsmodell der airberlin war dafür ausschlaggebend. Der Linienverkehr erlebte hingegen einen Zuwachs von 2,6 Prozent. Erfreulicherweise blieb die Anzahl der Passagiere, die in Nürnberg ein- oder ausstiegen (Lokalpassagiere), trotz des Wegfalls des airberlin-Hubs stabil.

Linien- und Touristikverkehr
Im Linienverkehr wurden 2013 insgesamt 2,152 Millionen Fluggäste befördert (plus 2,6 Prozent). Die großen Airlines, airberlin und Lufthansa, meldeten einen Passagierrückgang. Germanwings übernahm Strecken der Konzernmutter Lufthansa und passte das Bedienungsbild entsprechend ihres Geschäftsmodells an. Der Rückgang des Linienverkehrs bei airberlin ist auf den Wegfall der Drehkreuz-Zubringerflüge und eine Umstellung auf kleinere Flugzeugtypen zurückzuführen. Air France, KLM, Turkish Airlines, Pegasus und Vueling verzeichneten hingegen einen Passagierzuwachs und erhöhten teilweise die Frequenzen, wobei die spanische Vueling das Ziel Barcelona erstmals auch im Winter ansteuerte. Der Incoming-Anteil im Low Cost-Segment beträgt inzwischen – größtenteils durch das Ryanair-Angebot – über 30 Prozent. Dies führt zu entsprechend positiven Effekten in der Tourismusbranche der gesamten Metropolregion. Die Low Cost-Airline startete 2013 erstmals ab Nürnberg: im Sommer mit sechs, im Winter mit vier Zielen.

Der Touristikverkehr ging im Jahr 2013 um 22,9 Prozent zurück. Hauptgrund ist auch hierfür die Konsolidierung der airberlin. TUIfly hat die touristischen Kapazitäten deutlich erhöht und ein erweitertes Kanaren-Angebot etabliert; erstmals wurde im Winter ein Flugzeug in Nürnberg stationiert. Insgesamt wurden 2013 im Touristikverkehr 1,132 Millionen Fluggäste gezählt.

Wirtschaftliche Entwicklung und Personal
Mit den Verkehrsleistungen sanken auch die Umsatzzahlen des Konzerns: Insgesamt wurden Umsatzerlöse von 86,7 Millionen Euro erzielt. Dies sind 4,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Auf den Aviation-Bereich fallen mit 53,0 Millionen Euro rund 60 Prozent des Gesamtumsatzes. Der Non Aviation-Bereich des Airports erwirtschaftete 2013 33,7 Millionen Euro. Im Jahresergebnis schreibt der Konzern ein Minus von 3,9 Millionen Euro. Aufgrund von Einsparungsmaßnahmen und trotz einmaliger Sondereffekte auf der Kostenseite ist das Ergebnis um rund 1,2 Millionen Euro besser als geplant. Das handelsrechtliche Jahresergebnis bleibt jedoch weiterhin stark geprägt durch Abschreibungen und Zinsen aus den Investitionen der zurückliegenden Jahre. Die Reduzierung der Verschuldung durch Tilgung erfolgte planmäßig.

Das Betriebsergebnis ist hingegen weiterhin deutlich positiv. Die dafür maßgebliche Kennzahl EBITDA (Ergebnis vor Abschreibungen und Zinsen) liegt mit 17,8 Millionen Euro genau im Durchschnitt der letzten fünf Jahre. (Flughafen Nürnberg)



» Diesen Artikel via Mail weiterempfehlen





Das könnte Sie auch interessieren:

Weitere Beiträge zum Thema: