24. Juli 2014, New Hampshire, USA

Neues Museum auf dem Mount Washington

Unvorstellbare Schneestürme, orkanartige Winde und Temperaturen bis unter minus 30 Grad – die Winterbedingungen auf dem Mount Washington im US-Bundesstaat New Hampshire konkurrieren mit denen des Mount Everest und der Polarregionen und machen den höchsten Berg im Nordosten der USA gewissermaßen zu einem Außenposten der Arktis. Das neue Museum „Extreme Mount Washington“ auf dem Berggipfel vermittelt nun auch den Sommerbesuchern einen realistischen Eindruck von der Kraft und Härte des Winters. Um dies zu erreichen, verlegt die einzigartige Ausstellung den Kalender um sechs Monate nach vorn und veranschaulicht mittels hochmoderner und interaktiver Exponate Kälte, Wind, Schnee und Eis.

Ohne frieren zu müssen oder einen Eispickel zu benötigen, bekommt man dank spektakulärer Filmaufnahmen und riesiger Displays eine sehr genaue Vorstellung vom winterlichen Leben in der alpinen Zone. Dabei lernen die Besucher unter anderem, wie sich Raureif und Eis bilden, können selbst der Pilot einer virtuellen Pistenraupe sein und erfahren, wie die Wissenschaftler der Wetterstation auf dem Mount Washington arbeiten. Die Geschichte der Station, die im Jahr 1870 zum ersten Mal ihren Dienst aufnahm, wird ebenfalls durch verschiedene Ausstellungsstücke aus der Vergangenheit erzählt. Dort auf dem Gipfel wurde im April 1934 mit 372 Stundenkilometern die höchste je gemessene Windgeschwindigkeit weltweit verzeichnet. Verantwortlich für die äußerst unwirtlichen Wetterbedingungen ist die Kombination aus Höhe, der Formation der Landschaft und dem Zusammentreffen von drei Sturmbahnen, auf denen sich der Wind Richtung Meer bewegt und für die der Mount Washington das größte Hindernis darstellt.

Während der Sommermonate geht es entweder mit dem Auto, per Zahnradbahn oder zu Fuß über verschiedene Routen hoch auf den Berg. Auch der berühmte Appalachian Trail, einer der längsten Wanderwege der Erde und der älteste Bergwanderweg der USA, führt durch überwältigende Landschaften auf den Mount Washington. Am Gipfel angekommen genießt man an klaren Tagen eine atemberaubende Fernsicht bis nach Kanada und zum Atlantischen Ozean. Im Winter hingegen ist der Aufstieg nur relativ wenigen Personen mit einer speziell zu Ausflugszwecken umgebauten Pistenraupe oder erfahrenen Winterbergsteigern möglich.

Informationen: „Extreme Mount Washington“ befindet sich im Besucherzentrum des Mount Washington State Park und ist von Mitte Mai bis Mitte Oktober geöffnet. Eintritt: Erwachsene und Kinder ab 7 Jahren ca. 3,50 Euro, Kinder unter 6 Jahren frei. Der Mount Washington liegt am State Highway 16 zwischen North Conway und Gorham im US-Bundesstaat New Hampshire. (FVA New England)



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