6. August 2014, Nordrhein-Westfalen

Staats­bad Mein­berg vor Privatisierung

Das Staats­bad Mein­berg steht vor ein­schnei­den­den Verän­derun­gen: Kün­ftig soll ein pri­vates Unternehmen den Kurort man­a­gen. Die Pläne kön­nten Mod­ellcharak­ter für andere Kurorte in Deutsch­land haben, erk­lärte der bish­erige Träger, der Lan­desver­band Lippe.

Derzeit schreibt die Staats­bad Mein­berg GmbH Ver­luste. Als Grund nan­nte der Lan­desver­band die abnehmende Zahl an Kurgästen, deren Aufen­thalt durch einen Sozialver­sicherungsträger finanziert werde. Ihre Zahl liege momen­tan jährlich bei nur noch rund 800.

Der aktuell laufende Prozess zur Erstel­lung eines Mas­ter­plans habe gezeigt, dass der Kurort dur­chaus Poten­zial und damit gute Chan­cen für die Zukunft habe, erk­lärte der Lan­desver­band weiter. Man sei jedoch der Auf­fas­sung, dass Kreativ­ität, pro­fes­sionelles Man­age­ment und wirtschaftliche Kom­pe­tenz und Leis­tungs­fähigkeit nötig seien, um diese Poten­ziale zu heben. Dies könne ein pri­vates Unternehmen besser leis­ten als ein öffentlicher Träger.

Die Entwick­lung und das Man­age­ment des Kurortes wer­den daher derzeit europaweit aus­geschrieben. Die Auss­chreibefrist endet am 18. August. Zum 1. Jan­uar 2015 will der Lan­desver­band Lippe dann einen neuen Träger haben, der sowohl pri­vatwirtschaftliche als auch öffentliche Auf­gaben übern­immt. Für die öffentlichen Auf­gaben soll es vom Lan­desver­band Lippe sowie von der Stadt Horn-Bad Mein­berg Zuschüsse geben.

Soll­ten die Pläne erfol­gre­ich umge­setzt wer­den, wäre Bad Mein­berg der bun­desweit erste Kurort in pri­vater Hand. Der neue Betreiber könne, dürfe und solle das herkömm­liche Kurkonzept auf den Kopf stellen und zeigen, dass sich mit pri­vatwirtschaftlichem Engage­ment ein Kurort am Markt erfol­gre­ich behaupten könne, hieß es. (Tourismus NRW)



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