28. August 2014, Stuttgart

Oskar Schlemmer Ausstellung in der Staatsgalerie Stuttgart

Vor 126 Jahren, am 4. September 1888, ist Oskar Schlemmer in Stuttgart geboren. Mehrere Jahrzehnte lang, nach der letzten großen Würdigung seines Werkes 1977 in Stuttgart, wurde der Künstler, der dem Bauhaus entscheidende Impulse verlieh, kaum von der Öffentlichkeit wahrgenommen.

Nun bereitet die Staatsgalerie Stuttgart eine umfassende Retrospektive vor und erwartet Hauptwerke Schlemmers aus den USA, die seit Jahrzehnten nicht mehr in Europa zu sehen waren.
Aus einer amerikanischen Privatsammlung reist das Gemälde »Fünf Akte« (1929) an, das am Anfang einer Reihe von großformatigen „Menschenarchitekturen“ steht. Gegen Ende seiner Bauhauszeit 1929 wandte sich Schlemmer zunehmend der Aktdarstellung zu und hielt athletische junge Männer in vielfigurigen Kompositionen fest. Den nackten Körper stellt er jedoch nicht naturalistisch, sondern in Anlehnung an antike Vorbilder idealisiert und in lichten Räumen dar. Das Bild »Wettlauf« (1930) aus dem amerikanischen Wadsworth Atheneum Museum in Hartford/Connecticut gibt dabei auch Schlemmers Interesse an Sport und körperlicher Ertüchtigung wieder, die am Bauhaus integraler Bestandteil der Menschenbildung war.



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