4. Februar 2015, Nordrhein-Westfalen

Geschichte der Salzgewinnung im Erlebnismuseum Bad Sassendorf

„Weißes Gold“ ist es mitunter genannt wor­den: Salz und seine Gewin­nung aus Sole hat Reich­tum und Macht von Fürsten und Kau­fleuten in West­falen begrün­det. Die Ent­deck­ung der Sole führte im 19. Jahrhun­dert zur Grün­dung zahlre­icher Heil­bäder am Hell­weg. Ein neues Erleb­nis­mu­seum in Bad Sassendorf, das am 7. Feb­ruar 2015 eröffnet, erzählt die Geschichte der Salzgewin­nung anschaulich nach und will die gesund­heitliche Bedeu­tung des Kristalls erfahrbar machen.

Die Ausstel­lung lässt zum Beispiel die let­zte Siede­hütte Bad Sassendorfs aufer­ste­hen. Besucher kön­nen Sole fördern, diese auf ein Gradier­w­erk pumpen oder aus­pro­bieren, wie ein Salzknecht vor hun­derten von Jahren seinem Handw­erk nachging. Sie ent­decken dabei längst ver­gan­gene Arbeitswel­ten, aber auch die chemis­chen Grund­la­gen des Salzes, seine kubis­che Kristall­struk­tur. So ragt denn auch ein Salzwür­fel als das prä­gen­des Erken­nungsmerk­mal der Erleb­nisausstel­lung aus dem alten Hofge­bäude her­aus, in dem das neue Museum unterge­bracht ist.

Das Museum am Hof Haulle wurde im Rah­men der Regionale Süd­west­falen 2013 konzip­iert und bildet zusam­men mit der West­fälis­chen Salzroute die West­fälis­chen Salzwel­ten. Das Pro­jekt wird mit rund 2,8 Mil­lio­nen Euro von der Europäis­chen Union, dem Land NRW und der Gemeinde Bad Sassendorf gefördert. Die regionale Salzroute soll Orte ver­net­zen, die ihre ein­stige und gegen­wär­tige Bedeu­tung beim Thema Salz erzählen, darunter etwa der Kur­park in Unna-Königsborn und der „Küt­felsen“ in Salzkotten. (nrw-tn)



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