24. April 2017, Polen

Deutsch-Polnisches Museum in Schloss Koppitz geplant

Wie ein Märchen klingt die Geschichte von der geplanten Rettung eines verfallenen Schlosses in Kopice (Koppitz) im Oppelner Schlesien. Das Luxemburger Finanzunternehmen Globucor hat das Anwesen übernommen und bereits mit Aufräum- und Sicherungsarbeiten begonnen. Insgesamt sollen in sieben Jahren sieben Bauabschnitte fertiggestellt werden. Bis dahin sollen rund 100 Millionen Euro in das idyllisch am Wasser gelegene Schloss sowie den historischen Landschaftspark fließen. Nach dem Wiederaufbau soll Schloss Koppitz ein Deutsch-Polnisches Museum beheimaten. Seine letzte Gestalt verdankte das Bauwerk dem Adligen und Industriellen Hans Ulrich von Schaffgotsch. Der ließ das vorherige klassizistische Schlösschen zu einem Märchenschloss im Stile der Neogotik für seine junge Ehefrau Johanna umbauen. Märchenhaft ist auch deren Werdegang. Als Kind einer Bergarbeiterfamilie wurde sie vom Industriellen Karl Godulla adoptiert und vor der Heirat in den preußischen Adelsstand erhoben. Das Schloss überstand den Zweiten Weltkrieg zwar vollkommen unbeschadet, fiel aber 1958 einem Feuer durch Brandstiftung zum Opfer. (FVA Polen)



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